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Gosaukamm - Oktober 1995 - Kamin-Klettern 4+

Nach einem STRV-Treffen auf der Uni Salzburg wird das schöne Herbstwetter genutzt. Andi und ich wollten zuerst eigentlich die Watzmann Ostwand machen, aber sie Salzburger überredeten uns mit ihnen am Gosaukamm klettern zu gehen. Zufahrt: Salzburg, Hallein, Golling, Abtenau, Richtung Annaberg im Lammertal, Astau, Pommer (Rauchenbachtal). Aufstieg zur Stuhlalm.

Angerstein, 14. Oktober 1995

09h30 Aufstieg zum oberen Angestein-Sockel. Thomas und Ko gehen den Salzburger Pfeiler aussen, Andi und André den Kamin zwischen Pfeiler und Angerstein (ca. 220m Höhe).

10h45 Einstige in denn Kamin. In den tiefen Schacht kommt logischerweise kein Sonnenstrahl, so kommt man auch nicht ins mesoklimabedingte Schwitzen. Mir wird es aber trotzdem nicht erspart bleiben phasenweise tief durchzuatmen, war ich doch noch nie in dieser (senkrechten, kletterpatschebeschuhten) From unterwegs. Aber wie mein Namensvetter meint: "Das schaffst du schon!" Rüchblickend hat er recht behalten. Dabei ist er sonst nicht so ein Glücksspieler...

Es gibt in regelmässigen Abständen 4 bis 5 gute Standplätze mit (alten) Doppelhaken. Sonst gibt es nur wenige gemütliche Stände. Oft werden diese Stufen durch eingeklemmte, grössere Steinbrocken gebildet. Auf der letzten Stuffe liegt sehr viel Schotter den man beim Erklettern unausweichlich in den Kamin befördert. Absolut tödlich für nachkommende Seilschaften da wenig Plätze zum Unterstellen, also immer nur eine Seilschaft einsteigen!

12h45 Gleich anschliessend fällt man über eine sonnenüberflutete, windstill gelegene Wiese. Erst mal eine Stunde dösen.

14h00 Ko und Thomas tauchen auf. Noch eine Stunde schlafen

Andi und Thomas gehen den NE-Kamm am Angerstein, ich komme über den Normalweg nach. Ko schläft weiter.

16h00 Gipfel

16h30 Abstieg durch die Rinne links im Bild unten. Nicht wirklich angenehm mit den Kletterschuhen in der Schutthalde. In der Mitte befindet sich eine überhängende Abseilstelle von rund 30m!

17h00 Bei Einbruch der Dunkelheit Ankuft bei der Stuhlalm. Andi und ich essen dort, die anderen gehen zur Theodor Körner Hütte weiter, die doch offen hat. Wir brauchen also doch nicht, wie ursprünglich prognostiziert, im Freien zu übernachten.

21h30 Frühes Schlafengehen. Mag wohl auch an der kurzen Nacht davor liegen...

Die Route, Bild passwortgeschützt. Overlay für AMAP frei verfügbar.
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Stuhlalm
Ko, Thomas und Andi beim Fachsimplen nach dem Gabelfrühstück um 08h00
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Stuhlalm
Blick auf das Tennengebirge
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Blick auf die Bischofsmütze (analoges Panorama...)
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Stuhlalm
Blick auf den Angerstein mit dem Salzburger Pfeiler links
Unserer Kaminkletterei befindet sich dazischen.

Martiniplatte, 15. Oktober 1995

07h30 Frühstück

08h00 Aufstieg zur Martiniplatte. Leider keine Bilder, aber das ganze Befindet sich weiter rechts vom Angestein im Bild oben.

09h30 Martiniplatte IV, einmal IV+, ca. 100m 3.5 SL.
Schöne grosse 4-Finger-Griffe, allerdings zum Ertasten, sehen tut man sie nicht. Personen unter 1m75 ist abzuraten, die Abstände zwischen den Giffen sind genauestens auf die maximalen Streckungsmöglichkeiten eines Grossgewachsenen ausgelegt. Gute Sicherungsmöglichkeiten, schaut aus wie die Preinerwand auf der Rax.
Aufstieg zum Vorgipfel des nördlichen Mandl Kogel (=Glatscherofenkogel, 2078m)

12h00 Rast

13h00 Querung eines Karstschachtfeldes, weiter über einen Kamm zum Gipfel und nördlichen Mandelkogel (2279m).

14h00 Abstieg über Schutthalde, diesmal hatten wir die Brgschuhe mit. Sehen Thomas und Ko sich inder Wand herumquälen und nicht verstehen.

17h40 Abstieg ins Tal

18h00 Auto

01h00 Wien (mit dem letzten Zug)


All photos © André M. Winter. This copyright notice applies.