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Vancouver - Juni 1996

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Flug Amsterdam - Vancouver

Der Flug geht direkt von 19:00 bis 18:30 mit 9 Stunden Zeitdifferenz.

Das mit den Fensterplätzen war nicht für alle ideal gelöst, André landete wohl am Fenster aber schön brav in der Mitte des Flügels. Neben ihm sass eine ältere Britin, bei der er sich anfangs wunderte warum er ihr Englisch so gut verstand... Er hat doch einiges gesehen aber nicht viel photographiert. Christian hat mit einer Karte die Route genau verfolgt: sie soll uns sehr weit in den Norden geführt haben. Die Profs schlafen während wir fasziniert aus den Glupschaugenfenstern des Fliegers schauen.

Route: über die Nordsee östlich von Großbritannien vorbei, Island im Süden liegenlassend, ohne es wirklich zu sehen. Grönland haben wir vermutlich recht nördlich gequert; sind über Baffin-Bay und -Land, die Hudson Bay, über ein fast endlos großes, flaches Gebiet mit halbgefrorenen kleiner Seen in den NW-Territories, den Gr. Sklavensee, letztlich über die schneebedeckten Rockies (mit Wolken) geflogen, um vor der Küste in den Dunst einzutauchen. Kurz danach ging es in ziemlich wildem Sinkflug durch die Täler der Rockies unter der Wolkendecke. War ein ziemlich tolles feeling, so knapp durch ein Tal zu fliegen. Die Berge waren schneebedeckt.

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Der Fjord muss etwa 2000m tief sein, gemessen an der grösse der Eisbrocken.
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Der Tag hatte schon um 04:30 begonnen und mit den 9 Stunden Zeitdifferenz wurde er absolut endlos. Beim Flug wurden und recht passable Mahlzeiten serviert, die aber logischer weise keinen Uhrzeiten entsprachen, es war ja immer 19 Uhr.. Also hatten wir an diesem Tag ganze 4 Abendessen... Nicht wirklich notwendig war die letzte Aufmunterung vor der Landung, der Selerie mit dem Bisschen Lachs machte der übernächtigten Verdauung einiger Teilnehmer beim Landemanöver ordentlich zu schaffen.

Nicht ganz witzig war dann am Flughafen, dass es unsere Vans nicht gab um zum Hotel zu fahren denn die Autovermietung hatte schon zu. Als netten Ersatz wurden wir mit grossen weissen langen Limousinen zum Hotel gebracht, das war billiger als doppelt so viele Taxis. Nicht der letzte Luxus dieser Exkursion.

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Da unser Flieger sehr spät ankommt hat die Autovermietung schon zu und wir fahren mit Limousinen ins Hotel da dies billiger als doppelt so viele Taxis ist. Drinnen Leder, Minibar und wir übernächtigte Studenten.
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Einchecken

Da dieser Tag für uns ein doch recht langer gewordenen ist, wird nur mehr die Zimmeraufteilung geklärt. Es gibt keine weiteren offiziellen Programmpunkte.

Das Ramada bot mit nicht schlechten Vierbettzimmern auf, die vom Empfang vorgenommene Einteilung der Exkursionsteilnehmer erfolgte jedoch recht kurios nach Männchen und Weibchen und schön brav alphabetisch, doch das wurde schnell so organisiert wie es besser passte:

Leicht belämmert gehen alle ins ihre Zimmer, es gibt wohl den Aufruf sich um 20:30 zu treffen um in die Stadt zu ziehen, doch so wie sich André aufs Bett gelegt hatte wachte er um 23:30 auf und änderte bis am nächsten Morgen nichts an der Lage. Da hat er doch glatt nicht einmal den Aufruf mitbekommen! Naja, nix versäumt.

Wed, June 12th

Erster Morgen in Amerika

Morgens Frühstück gegenüber bei Bino's, einem sog. Familyresaurant in dem die Amerikaner den Grossteils ihrer Mahlzeiten zu sich nehmen, wenn sie nicht gerade beim Fastfood zuschlagen. Die angebotenen Frühstückversionen waren typisch amerikanisch, sprich üppig, man konnte auch Tost mit Marmelade bestellen, dieser war allerdings in heisser gesalzener Butter getränkt. Geschmackssache, für österreichische Mägen eher ungewöhnlich. André nahm eine kräftige Portion mit Speck und Eiern zu sich, irgendwie notwendig nach dem letzten Tag, ausserdem war es auch das halbe Mittagessen.

Es gibt noch immer keine Vans, somit gilt es bei der Kassa Kleingeld für den Bus zu ergattern. Für Öffis und fürs Telephonieren braucht es immer jede Menge Coins und Quarters, das am Kontinent des Plastikgelds...

Treffpunkt 08:30, als wir endlich fahren ist es leicht 9:15, das liegt nicht nur an der logischerweise etwas lähmenden Gruppendynamik, sondern auch daran, dass der von uns erwünschte Bus recht selten fährt. Kommt er dann, ist er hoffnungslos überfüllt und unsere Gruppe wird vom Busfahrer nicht akzeptiert. Also muss man auf den nächsten warten.

Concord Pacific Place

Wir treffen uns um 10:00 mit einem Stadtplaner bezüglich der derzeitig durchgeführten Downtown-Aufwertung. Es folgt eine Diskussion rund um das Stadtmodell Vancouvers über die Gestaltung der restlichen nichtverbauten oder freigewordenen Räume an der südöstlichen Küste der Downtown-Insel am False Creek.

Zusammenfassend können wir folgende Informationen zu Vancouver als Gesamtstadt festhalten:

Zur Downtown:

Zum geplanten Downtown-Place-Areal:

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Diskussion rund um Stadtmodell Vancouvers, Gestaltung der restlichen nicht-verbauten oder freigewordenen Räume an der SE-Küste der Downtown-Insel am False Creek.
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Canada-Place-Center

Besuch beim österr. Handelsdelegierten für BC und Alberta im Canada-Place-Center an der Waterfront mit Ausblick auf den Burrard Inlet und North Vancouver. Er vertritt österreichische Zulieferfirmen (z.B. Ausrüstungsgegenstände für die Industrie) mit einem Betreuungsbereich von BC und Alberta, knüpft Kontakte für österreichische Exporte und betreibt ehrenamtlich Österreichwerbung. Laut ihm soll es 10 bis 12.000 Österreicher im Raum Vancouver geben, darunter auch schon einige der zweiten Generation. Thema Weinskandal: 1996, 10 Jahre danach - wird erstmals österreichischer Wein wieder im Land angeboten. Weitere Exportartikel: hauptsächlich Ausrüstung, Maschinen, Chemikalien, wenig Konsumgüter und Tourismus, 1997 soll es erstmals ein österreichisches Neujahrskonzert geben. Da Vancouver aber im pazifischen Handelsraum liegt, gibt es eher wenig Verbindungen mit Europa.

Unser Eindruck ist trotzdem, dass er sich nicht unbedingt einen Haxn ausreisst...

Simon Fraser University

Die Mittagszeit verbringen wir an der Simon Fraser University. Ein älterer Geographieprofessor führt uns durch die Uni mit anschließendem „Mensa“- Besuch. Ein im Keller befindlicher Fastfood-Court mit großer Auswahl, nicht nur zwischen Germknödel und Wiener Schnitzel, sondern italienischer, chinesischer, vietnamesischer und diverser anderer Küchen. Auffallend waren die vielen asiatischen Studenten. Christian haben die Leuteln beim Flambieren der Spaghetti beinahe die Haare verbrannt, da er neugierig beim Kochen zuschauen musste... Aber es war nicht so schlecht, wenn auch mit Plastikbesteck...

Besichtigung der Stadt vom hohen Observationsdeck der Uni. Der rasante Aufzug an der Außenwand des Turms endet mit einem unerwartetem „Eintauchen“ ins Dach.

Gastown

Führung durch das Altstadtviertel aus roten Ziegelhäusern, mit den Touristenattraktionen Steam-Clock, der einzigen Dampfuhr der Welt von 1875 und die, dem Namensgeber „Gassy Jack“ (John Deighton 1830-1875) gewidmete Statue, eines von Gschichterln umworbenen Saloonbesitzer der 1880er Jahre. Gastown war das erste Zentrum von Vancouver, brannte jedoch 1886 ab. Es entwickelten sich in diesem, der Railway-Station naheliegendem Gebiet Sozialprobleme. (Drogen, Alkohol). Etwa 1970 wurden wieder Gebäude gebaut, daraufhin entwickelte sich dieser Stadtteil zum Touristenzentrum. Renovierte Gebäude aus der spätviktorianischen Zeit, Boutiquen, Andenkenläden, Galerien und Strassenkaffees reihen sich aneinander. Allerdings wurde das Problemgebiet nur weiter entlang des Hafens verlegt, und zwar Richtung „Japanerviertel“.

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Eine schmale Sache sind Zimmer am Eck in dem Haus Adresse 43 Powell Street. 1908 im Flatiron-Stil (Bügeleisen-Stil) als erstes feuerfestes Stahlbetongebäuse Westkanadas errichtet. (1886 brannte Vancouver fast vollständig ab.).
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Japanerviertel und Oppenheim Park

Wir gehen entlang der Powell Street in Richtung Südosten durch das kleine japanische Viertel, wo die Bewohner noch bis in dieses Jahrhundert stark unterdrückt wurden. Es geht vorbei an der Chinatown in die Downtown East Side, einem ziemlich heruntergekommene Viertel mit dem Oppenheimer Park. In diesem unternehmen wir, auf die „vansholenden“ Professoren wartend, Sozialstudien. So scheint das Aushängeschild der Gegend der Müllsack zu sein, viele tragen einen mehr oder weniger vollen mit sich herum...

Nach längerer Wartezeit entschließen wir uns zu einem Pub bei der Uni zurückzukehren. Kurz vorher treffen wir zufälligerweise unsere nun doch „vansbesitzenden“ Professoren und fahren noch ein paar Meter (übrigens offizielle Maßeinheit Canadas) zum Pub.

In dem eher schickeren Pub in Uni-Nähe werden verschiedene Biersorten angepriesen, und wir kosten uns durchs Sortiment: generell wenig Kohlensäure, wenig bis kein Alkohol, eher ölig, nicht sehr kalt und keine Bierdeckel. Amsterdam wo bist Du?

Beim Wegfahren entscheidet sich die Buszusammensetzung. Für den Grossteil der restlichen Exkursion soll der blaue Van, später Adlerauge genannt, mit Baumi und Christine, folgende neun, wie abgemacht, mit sich führen: Eva, Christian, Lisi, André, Andrea, Lemmi, Gudrun, Moni und Tina (Die Reihung entspricht auch einer häufigen Sitzordnung, eigentlich aber eher erst gegen Ende der Tour). Die Vans waren 14-Sitzer, aber die letzte Bank war ausgebaut um unser Gepäck transportieren zu können. Diese Gefährte durfte man nur mit 26 Jahren chauffieren, weshalb wenig Teilnehmer der Exkursion als Lenker in Frage kamen.

Downtown-Rundfahrt am späten Nachmittag

Mit den neuen, noch ganz sauberen Autos kurven wir durch die Downtown, schauen uns bei der Gelegenheit die Robson-Street (eine Einkaufsstrasse), den Stanley Park, die English Bay (-Beach) an und bekommen erste Eindrücke vom unerwartet ruhigen Verkehr. Wir sehen auch Polizisten auf Fahrrädern.

Wieder im Hotel

Um 18:00 haben immer noch einige Nachwehen des Flugs, alle schauen dass sie noch eine Kleinigkeit zu essen bekommen. Christian und André machen sich auf die Suche nach einem Mall zum Reiseprovianteinkaufen, als wir einen der viel umworbenen Einkaufstempeln finden, ist dieser allerdings schon lange geschlossen. Das mit dem 24 Std. Offenhalten stimmt auch nicht überall. Am Rückweg stolpern wir am Broadway doch noch über einen, mit unseren vergleichbaren Supermarkt. Uns quälte schon am zweiten Tag die bevorstehende Kodak-Film-Not, wir fanden auch Kodak-Elite, doch zu Wucherpreisen. Obst hatten sie dort auch keines, aber dafür Coockies, Christian nahm sie gleich im Doppelpack, die nächsten sieben Wochen sollte der Vorrat nur selten ausgehen.

Abend in Hard Rock Cafe Vancouver

Ziemlich müde, aber doch, entschliesst sich Christian, mit einer Partie von Leuten (naja, es war mindestens die Hälfte aller!) wieder in die Stadt zu fahren. Wir nehmen den selben Bus wie in der Früh, bewundern das System der Buskarten: Der Fahrer reisst die Karte so ab, dass das Gültigkeitsdatum / Uhrzeit sichtbar bleibt. Jede Viertelstunde schiebt er die Karten etwas weiter, und reisst sie wo anders ab. Fahren also über die Cambie St. Bridge, mit tollem Blick über die Downtown, steigen dann bald aus. Mit Karte und Erinnerungen gewisser Leute finden wir das Hardrock Cafe in der Hastings Street. Aber auch die Freundlichkeit der Kanadier schlug wieder voll durch: Nur kurz mit der Karte in der Hand stehen, schon wird man gefragt: „are you lost?“ Dort setzen wir uns in den 1. Stock - sind doch eine grosse Partie. Es wird voll eingeschnitten. Riesenprotionen das Essen! Auch das Getränk: Cola, fast ein Liter, wobei der Becher voll mit Eiswürfeln ist. Das war nicht so toll, weil es im Raum so eiskalt klimatisiert war... However, es war richtig angenehm warn, wieder ins Freie zu kommen. Dann machten wir noch einen Spaziergang durch die Downtown. Die Granville Street entlang, viel Jugend und viele Sandler, die uns alle anbettelten, waren zu treffen. Naja, bei der Granville Bridge waren wir schon ganz schön geschafft, aber es war noch weit bis zum Ramada-Hotel. Wir sahen ein kleines Foodstore, das noch zu Mitternacht offen hatte (also gibt es diese Geschäfte doch). Bis zum Hotel war Christian aber schon so schwindlig vor lauter Müdigkeit, dass er den tollen Blick über die Downtowm kaum mehr wahrnehmen konnte. André hat den Abend wohl schlafend im Hotel verbracht, da er daran keine Erinnerungen hat...

Thu, June 13th

Wieder Frühstück um 08:00 bei Bino's; diesmal weiss man schon eher was man will und ist nicht ganz so verwundert über das aufgetischte. Die Funkgeräte werden eingebaut und die erste Tagesetappe kann beginnen.

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