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Vancouver, Seattle, Lake Sammamish, Mt. Rainier, Yakima, Columbia River - Juli 1996

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Tue, July 2nd

Vancouver

Mit Eva wollen wir nach Seattle gelangen, wo unser angemietetes Auto wartet. Zunächst heißt es unglaublich früh (um 6:45): "Raus aus den Federn". Nach einem gemütlichen Frühstück (Gudrun, Eva, André und Chri) im Bino's fahren wir per Taxi über den Broadway zur Main Station (=Bahnhof und Busterminal). Die Karten müssen wir auf einem Schalter im Bahnhof besorgen (ziemlicher Papierkram). Schnell werden noch die letzten Can$ in US$ umgetauscht. Schließlich steigen wir in einen typischen silbergrauen Greyhound - Bus. Ganz so elegant wie's zuerst schien, geht's dann doch nicht zu: Der Busfahrer ist äußerst aggressiv und warnt gleich einmal alle, die irgendwelche Drogen oder Waffen mit sich führen.

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Blick nach Osten.
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Kurz nach dem Start nervt ihn eine neben André sitzende Pseudo-Geschäftsfrau noch besonders, indem sie ihn auffordert, den Mund zu halten und zu fahren, woraufhin er kurz stehenbleiben muss, um sie voll anbrüllen zu können. Im Bus läuft zwar ständig eine Klimaanlage, aber das Gefühl, keine Luft zu haben, ist ständig um uns. Die Luft aus den Öffnungen, die "sinnvollerweise" gleich unter der Nase beim Fenster angebracht sind, ist warm und sehr grausig. Naja, aber für die nächsten paar Stunden müssen wir uns damit wohl oder übel abfinden.

CAN-IS 1 E, BC 15 S, BC 176 S: Cloverdale, Blaine (WA)
IS 5 S: Seattle

Seattle

Zunächst scheint es, als würden wir falsch fahren, als es am Trans-Canada-Highway Richtung Osten losgeht. Doch bald zweigen wir ab, und dann geht es schnurstracks auf der 176. Street (15,7 km geradeaus) zur Grenze. An einem kleineren Grenzübergang (nördlich von Blaine) müssen wir dann mitsamt dem ganzen Gepäck aussteigen, ein Visum ausfüllen, durch den Zoll kommen, und vor allem 6 US$ Gebühr zahlen. Insgesamt dauert die Prozedur wohl ca. eine 3/4 Stunde, was den Busfahrer wieder zu einer ordentlichen Moralpredigt veranlasst. Immerhin genießen wir die frische Luft zum Durchatmen. Auf der weiteren Fahrt sieht man nicht viel, da wir auf einem großen Highway relativ weit im Landesinneren nach Süden fahren. In Washington-State überwältigen die weiten Wälder. Es gibt einen kurzen Halt in Bellingham am Hafen, wo wir auch die Bahn zu Gesicht bekommen. Sonst düsen wir allerdings auf der Autobahn dahin, die langsam immer breiter wird (8-spurig), und auch immer voller. Trotzdem wird das Tempo (55 mph) beibehalten. Ohne Vorwarnung landen wir dann in Seattle Main Station. Hier heißt es aussteigen, denn der Bus fährt dann non-stop weiter bis nach L.A.

Jetzt sind wir eindeutig nicht mehr in Canada. Der Bus-Chauffeur ist auch US -Amerikaner, aber noch ein eher dezenter. Ganz anders geht da schon der schwarze Gepäcks-Auslader mit unseren Sachen um. Wir dürfen das Gepäck nicht selber herausnehmen. Aber nicht, dass wir es schön in die Hand gedrückt bekommen - nein, er schleudert es mit voller Wucht auf den Asphalt. Zum Glück ist aber keiner von uns mit Grand'ma's Porzellan unterwegs...

Weit und breit ist keine Tourist-Information zu sehen, also beschließen wir, ein Taxi zu nehmen. Doch auch kein Taxi war sichtbar. Schließlich taucht ein Mafioso-ähnlicher Chauffeur mit Buick-Limousine auf und meint, er sei ein ganz normales Taxi. Wir steigen in den schmucken Wagen ein, und als wir drinnen sitzen, macht es "tschack" und alle Türen sind verriegelt. Wir zerbrechen uns gar nicht mehr den Kopf, was uns der "Spaß" kosten würde, sondern ob wir da auch jemals wieder lebendig herauskommen! Doch er bringt uns an unser Ziel - sogar recht flott und für nur 4US$. Kein Wunder, denn 1942 West Lake Ave ist der Häuserblock gegenüber...

Seattle Downtown National Car Rental

Bei National Car Rental schaut man uns etwas fragwürdig an (vor allem die am 30.6. abgelaufenen Gutscheine vom Raiffeisen-Reisebüro!!!), rückt dann aber doch mit dem Schlüssel heraus. Wir hatten in Wien die billigste Kategorie bestellt, die gibt es hier aber gar nicht. Also bekommen wir die nächst- (oder übernächst-) größere, immerhin 4-türig und mit g'scheitem Kofferraum. Leider sind die Sitze nicht fürs Schlafen im Inneren gedacht. Der Überhit: die Marke: "GEO", bordeaux-rot metallisé. Autokennzeichen: Washington: 441 GIZ. Zu Beginn sind 21.954 Meilen drauf.

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Das Kennzeichen unseres Mietautos zeigt den Mt. Rainier.
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Unser Auto, trägt im Typennamen unsere Berufsbezeichung!
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Naja, schließlich muss sich einer hinters Steuer setzen und losfahren, und weil André angeblich der Stadtmensch ist, kann er sich nicht drücken. Aber es fehlt halt ein Pedal, und wenn man die Bremse loslässt, fährt das Ding von alleine ziemlich flott los. Böse! Aber wenn man den Unterstand verlassen hat, bleibt keine Wahl mehr. Irgendwie geht's dann im recht dezenten Verkehr doch. Nach ein paar Kurven um einige Häuserblocks und ein paar Vollbremsungen (der linke Fuß sollte angenagelt sein), hat André es so ungefähr heraus wann und wie das Auto beschleunigt (viele Pferde sind eh nicht unter der Haube). Schnell gewöhnt er sich auch an die Servolenkung.

Der Stadtverkehr ist bis auf einige Ausnahmen ruhig, übersichtlich und regelmäßig: Es gibt eigentlich nur 3- bis 4-spurige Einbahnen, unabhängig vom Gelände. Wenn man etwas versäumt hat, muss man nur 4 x rechts abbiegen, und man ist in der Regel wieder dort, wo man hin will. Etwas gewöhnungsbedürftig sind die Ampeln, da sie sich nicht wie bei uns in der Mitte über der Fahrbahn, sondern an den gegenüberliegenden Gehsteigecken befinden, wo bei uns höchstens die Ampel für Abbieger angebracht ist. Hat man sich an einer Kreuzung einmal falsch eingereiht, genügt es Gas zu geben, da die statistische Wahrscheinlichkeit, dass ein Zweiter an der selben Kreuzung einen Kavalierstart hinlegt, gleich Null ist

Doch wir sind nicht (nur) zum Autofahren gekommen, also versuchen wir das Auto wieder loszuwerden. Das ist ein teurer Spaß (bis zu $10/Std). Wir beugen uns und bringen das Auto unter. Zahlen tut man dort in einen Kasten der wie ein Sparverein in einem Landwirtshaus aussieht. Wie das ordnungsgemäß wirklich funktioniert, haben wir nie restlos geklärt. Wir werfen trotzdem für zwei Stunden das Geld hinein. Mittag ist schon länger vorbei und so ist es höchste Zeit, unsere Mägen zu füllen. Das geht auch recht gut, billig und ohne Fast-Food (in der Pike-Street). Die Eiswürfeln im gratis Chlorwasser sind allerdings ziemlich übertrieben, bei der klimatisierten Temperatur von etwas über 10°C. Uns ist wirklich kalt beim Essen...

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Die Skyline ist homogen und wirkt fast unecht. Seattle ist die größte Stadt im Nordwesten der Vereinigten Staaten. Der Stadtname geht zurück auf den legendären Indianerhäuptling Seattle (1786–1866), der wegen seiner berühmten, aber nicht im Original dokumentierten Rede eines der großen Idole der Ökologiebewegung des späten 20. Jahrhunderts wurde. Seattle trägt die Beinamen The Emerald City ("Die Smaragdenstadt"), was eine An [...]
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Nächstes Ziel: Es ist Nachmittag und wir wollen auch irgendwo schlafen. Wir finden die Jugendherberge, doch diese ist restlos überfüllt. Also gilt es die Tourist-Information zu löchern. Dort erhalten wir eine Liste mit den Campingplätzen rund um Seattle. Telefonisch erreichen wir nichts, und so peilen wir einfach den am nächsten gelegenen (10 mi) an. Vorher erkunden wir die Stadt noch zu Fuß: Ein bisschen Down-Town, eine kurze Pause in einem kleinen Park am Puget Sound - beim Aquarium. Dort überlegen wir uns das Programm für Mittwoch. Weil die Parkgenehmigung aber schon abgelaufen ist, müssen wir das Auto verlegen (weiter nach Osten?). Wir kaufen noch Ansichtskarten und schauen uns weiter um. Im letzten Moment (kurz vor 6) muss André noch eine Liegematte besorgen. Die Geschäfte werden bereits geschlossen - ganz im Gegensatz zu so machen Vorstellungen über die USA. In einem Nobelgeschäft wird er dann fündig, und er entscheidet sich mit VISA für die teuerste Variante, die aber selbst in diesem Geschäft nur 70% des europäischen Preises ausmacht. Es ist wirklich in letzter Minute, denn bis zur nächsten Stadt die wir bei Tageslicht erreichen, soll es noch eine gute Woche dauern.

IS 90 E: Lake Sammamish

Camping Lake Sammamish

Wir verlassen Seattle vorerst gen Osten (zusammen mit dem ganzen Abend-Stadtverkehr), und fahren dabei über den Lake Washington auf der Evergreen Point Floating Bridge (riesige Ponton-Brücke) am Hwy 90 East Richtung Bellevue. Von der Abfahrt zur Brücke gibt es einen herrlichen Blick zum Mt. Rainier in der Abendsonne. Mit einer vagen Beschreibung fahren wir bei der Ausfahrt Issaquah vom Highway ab und landen tatsächlich beim netten Lake Sammamish, bei Sunset. Viel ist dort nicht los, dennoch stolpern wir über Deutsche, was noch ein paar Mal vorkommen sollte, aber weitaus seltener als in Europa. Der Campingplatz ist mit $18,- zwar nicht billig, aber es ist wohl ein normaler Preis in Stadtnähe. Die Platzwärterin ist sehr freundlich. Wir kaufen noch bei einem 24-Std.-Supermarkt fürs Frühstück usw. ein. Das Abendessen hat noch sehr viel zu bieten - es ist auch noch ziemlich hell beim Essen. Eva schläft auch ohne Matte gut.

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Der Campingplatz ist mit $18,- zwar nicht billig, aber es ist wohl ein normaler Preis in Stadtnähe. Die Platzwärterin ist sehr freundlich. Der Lake Sammamish ist ein beliebtes Freizeitgebiet und mittlweile unterliegt er schon stark dem Siedlungsdruck von Seattle. So grün wie am Bild von 1996 ist es heute nicht mehr um den See. Er ist etwa 11 mal 2 km gross und maximal 32 m tief, wird also im Sommer schön warm.
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Wed, July 3rd

Fürs eigens zubereitete Frühstück konnten wir in Canada schon üben, hier am Zeltplatz funktioniert es auch recht gut. Bloß mit den verschiedenen Versionen (Müsli, warme Milch oder Café, Nutella-Brot) müssen wir noch zurecht kommen. Doch in den kommenden vier Wochen sollte in der Regel jeder bekommen was er gerade will. Bis auf zwei Tage werden wir auch immer Milch haben, was bei den bevorstehenden Temperaturen keine Selbstverständlichkeit ist. Zeltabbau. Den ersten Versuch das Auto einigermaßen logisch einzuräumen verschieben wir auf den Zeitpunkt, wo wir nur mehr zu zweit sind.

IS 90 W: Seattle Center

Seattle Aquarium

Fahrt nach Seattle. Das Auto muss wieder verstaut werden, diesmal in einem Parkhaus in der University St. Dort organisiert André gleich einen heftigen Kratzer im Lack des hinteren linken Kotflügels, der ihm noch ein paar schlaflose Nächte bereiten wird, da wir aus der Versicherungspolizze und den anderen Zetteln nicht wirklich klug werden. Der Fall wird erst im August bei der VISA-Rechnung der Autovermietung in Österreich geklärt.

Zuerst geht es ab ins "Seattle Aquarium", einem auf den Pieren angelegten lebendigen Museum. Dem angeschlossen (und im Sammelpreis inbegriffen) ist das Omnidome, eine Art Imax-Kino mit konkaver Leinwand. Dort schauen wir uns "The eruption of Mt. St. Helens" an. Es handelt sich um Original- und rekonstruierte Aufnahmen nach dem Vulkanausbruch von 1980.

Das Aquarium selber ist faszinierend. Die verschiedensten Tiere werden einem vorgeführt, wenn auch nicht sehr systematisch. Dass sie keine Killerwale zur Schau stellen ist nicht weiter schlimm. Im kühnen Anbau aus Beton geht man in verglasten Gängen unter riesigen Aquarien durch, wo ein ganzer Küstenabschnitt (inkl. Haie, etc.) simuliert ist. Außen ist eine Fischleiter eingerichtet, die die Lachse als echten Bach interpretieren und an dessen Ursprung sie zum Laichen zurückkehren. Auf einer verglasten Stelle über dem Besuchergang wimmeln einem 100.000 Lachse über dem Kopf herum.

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Die Kuppel besteht aus einem Stahlbetonnetz und die Sichtfenster sind mit Sicherheitsglas bestückt. Man kommt sich vor wie in einem U-Boot, allerdings ist man nicht besonders weit unter Wasser, wie man am starkem Lichteinfall sieht. Das Hauptanliegen des Aquariums ist die Dokumentation (und somit die Nachbildung im Kleinformat) des Ökosystems des Puget Sound,. der Bucht an der Seattle liegt.
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Am Rückweg schlendern wir durch den Pike Place Market in 5 Stöcken. Dieses alte Gebäude aus Holz überbrückt den Steilabfall vom Stadtniveau zum Meer hin. Rund um diesen Pike Place Market (Fischmarkt seit 1907) gibt Seattle ein seltsames Bild ab. Enge verwinkelte Straßen, kleine bunte aber qualitative Geschäfte. Dem verführenden Duft einer Bakery können wir nicht widerstehen und wir kaufen uns gute Weckerl, die wir auf einer verdammt steilen Straße sitzend verzehren. Dabei bewundern wir die Bergfahrkünste der Amis mit den Automatikautos. Die 1st Ave, mit der die Downtown eine Gasse weiter beginnt, fällt hier gar nicht auf. Kurven noch durch die Gegend, doch Seattles Stunde hat geschlagen, für die nächsten 3 1/2 Wochen.

WA 519 S, WA 99 S: Richtung Süden
West Seattle Freeway (AR): Duwamish Waterway
WA 509 S, WA 99 S, WA 509 S: Seatac Airport

Ganz so einfach kommen wir nicht aus der Stadt hinaus. Wir sollen Eva beim Flughafen absetzen, also versuchen wir auf den Hwy.99 zu gelangen, denn auf dem IS 5 befürchteten wir am Ziel vorbeizufahren. Doch der Hwy.99 ist noch nicht vollständig ausgebaut und so nehmen wir dummer Weise den West Seattle Freeway, der wie der Name schon sagt mehr nach Westen als nach Süden führt. Da wir von diesen auch schleunigst herunter wollen und nur nach rechts weg können, landen wir auf einer Insel am Ende des Duwamish Waterway in der Elliott Bay. Klingt romantisch, es handelt sich allerdings um den Industriehafen von Seattle. Immerhin bietet sich durch die Gitter eines hohen Zauns ein netter Rückblick auf die Downtown.

Irgendwie klappt es dann doch, wir finden sogar Evas Hotel für ihren Treffpunkt (da wir immer nur den Flugzeugen folgen). Christian begleitet Eva noch zur Lobby, André begutachtet erstmals ernsthaft den schon erwähnten Kratzer im Lack... Dann sind wir endlich auf uns gestellt, und es geht gleich munter weiter:

WA 509 S, WA 516 E, WA 167 S, W 18 E: Richtung Süden
WA 164 E, WA 410 E: Mount Rainier

Ab jetzt sollte sich nicht mehr so viel ändern, was den Ansprechpartner betrifft. Die Einigkeit bezüglich Route und Ziele ist jedenfalls bemerkenswert: Wir wollen schleunigst zum Mt. Rainier Nationalpark. Zuerst geht es auf den verschiedensten Highways durch städtisches Gebiet (bis Auburn). Am Highway 164 E wird dann die Besiedlung dünner und der Verkehr weniger. Neben der Straße bieten verschiedenste Typen (auch viele Indianer) auf wilden Standeln Feuerwerkskörper an. Am Hwy. 410 beginnt wieder der dichte Wald, der uns schon auf der Busfahrt im Hinterland aufgefallen war. Die Bäume sind einfach viel größer und schauen auch gesunder und voller aus als in Canada. Es handelt sich aber nicht um Redwoods. Der Himmel schaut fast nicht durch die Baumkronen über der Straße. Hier mitten im Wald machen wir einen ersten Stopp am Straßengraben. Einerseits bewundern wir die orchideen-artigen Waldblumen, andererseits fahren wir auch schon seit ein paar Stunden durch.

Die nächste Einbremsung ist treibstoffbedingt kurz vor dem NF um den NP. Ein Blick unter den Tankdeckel wirft einige Fragezeichen auf. Was wir auch immer dort hineinstecken wollen, muss ziemlich dünn sein. Wir finden sogar das nötige Unleaded. Und - siehe da - die Zapfhähne der Unleaded-Säule sind tatsächlich dünner. Wir versuchen beide überschlagsmäßig den Verbrauch des Autos zu berechnen, scheitern allerdings an den noch ungewohnten Gallonen und Meilen. Dass der Wagen eher ein Säufer ist, wird uns aber schon klar. Diese Tatsache wird allerdings einerseits durch die lächerlichen Preise (ca. 11 cent / Gallone) wettgemacht, und andererseits dadurch, dass wir ab nun nicht mehr allzuviele Freeways und Städte unter die Räder bekommen werden.

Snoqualmie National Forest

Es wird schnell dunkel in diesen Wäldern, außerdem fahren wir nach Osten. Bei unseren Kreuz- und Querfahrten werden wir noch oft vom Einbruch der Dunkelheit überrascht werden, da wir innerhalb und zwischen den Zeitzonen hin- und herpendeln. Diesen Abend sind wir noch weise und beruhigen uns rechtzeitig. Das Visitor Center des Snoqualmie NF ist zwar schon geschlossen, aber wir finden und nehmen den nächsten Campingplatz. Die Plätze sind inmitten der riesigen Douglas-Tannen und Riesentujen verstreut - man erhält damit das Gefühl, mitten im Urwald zu sein. Das schnell aufgebaute Zelt wirkt unter den Bäumen echt winzig.

Dafür dass diese Campingplätze nur Klo und Wasserhahn (sowie Bankerl und Tischerl) mitten im Wald bieten, sind sie mit $10 doch recht teuer. Das Duschen wird manchmal zum Problem. Aber auf diesen Gedanken kommen wir gar nicht, denn es ist kalt und feucht, in der Nacht wird es auch regnen. Bei dem kurzen Spaziergang zum White-River (einem ziemlich reißenden Fluss zwischen den riesigen Bäumen) erkennen wir schnell, dass es in diesem Urwald kein einfaches Weiterkommen gibt. In der Dämmerung geben wir uns (wegen der Feuchte im Auto) ein sparsames Abendessen (Packerlsuppe...). Eva hat uns einem dubiosen grünfarbenen Käse vermacht, den wir trotz Sparsamkeitsgebot schnellstens dem nächsten Mülleimer zuführen.

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Die Plätze sind inmitten der riesigen Douglas-Tannen und Riesentujen verstreut - man erhält damit das Gefühl, mitten im Urwald zu sein. Das schnell aufgebaute Zelt wirkt unter den Bäumen echt winzig. Der Mount Baker-Snoqualmie National Forest umgibt weite Teile des Mount Rainier National Park, wie oft National Forests die Nationalparks umgeben. In diesen National Forest gibt es meist auch Campgrounds, die oft billger und weniger belegt sind a [...]
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Zu Deutsch: Streifenhörnchen, genaue Bezeichung: Townsend-Chipmunk (Tamias townsendii). Zu finden in Washington und Oregon.
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Thr, July 4th

Wir stehen wie immer zwanglos und ohne Wecker auf. Obwohl heute die schweren Tropfen, die von den Bäumen aufs Zeltdach fallen, fast als Wecker gelten können. Es ist recht frisch und bewölkt. Die Sonne wäre zwischen den hohen Bäumen allerdings ohnehin nicht durchgekommen. Das Frühstück wird kurz gehalten, weil das feuchte Holzbankerl nicht wirklich einladend ist. Als Aufheiterung huschen Squirrels durch die Gegend und tiefblau gefiederte Vögel mit schwarzem Schopf beobachten uns, bzw. unser Frühstück.

Beim Einpacken treten die ersten nie gelösten Problemchen auf. Was von wem wohin? Unser Konzept sieht vor, Kartons aufzutreiben um darin alles mögliche, besonders Essensgüter zu verwahren. Wir werden in den vier Wochen allerdings keinen brauchbaren Karton unter die Augen, geschweige denn in die Hände bekommen. Dafür jede Menge (immerhin starke) Papiersäcke. Rucksäcke mit Gewand, Zelt und Zubehör landen im Kofferraum. Wessen Rucksack zugänglicher liegt wird, wenn auch unausgesprochen, relativ brüderlich entschieden: Es wechselt so alle paar Tage. In Sachen Kleinkram ist Steuerbord eher Christians Seite. Kann man den Kofferraum noch als bedingt geordnet bezeichnen, so gilt das überhaupt nicht für die Fahrgastzelle, besonders den Rücksitz. Da landet immer alles was man gerade schnell unterbringen will. Dabei gibt es Sachen, die hier ihren Fixplatz haben werden: Geschirr, Frühstücksgaben, haltbare Essenswaren. Dazwischen landen je nach Lust, Laune und Wetterlage u.a. Fotoapparate, Butter, Kartenmaterial, Cornflakes, Obst, Regenschutz, Getränke, Pullover oder volle, frisch geladene Einkaufsackerl. Auf der Rückbank selbst finden wir daher nur selten auf Anhieb was wir brauchen.

Besser ist die Lage auf der Hutablage. Da liegt der Hut (allerdings erst ab Cortez, AZ). Hinzu kommen unhandliche Karten, diverse botanische Kostproben und andere unübliche Souvenirs. Hinter und unter den Sitzen gieht es auch relativ ordnungsgemäß zu: Hinter dem Fahrersitz sind die Schuhe (dreckig bis sehr dreckig) und Wasserkanister aufbewahrt. Unterm Beifahrersitz landet ungeordnet das benutze Kartenmaterial der von uns durchforschten Landstriche. Darauf und hinterm Sitz die heikelste Ware, nämlich Milch, Butter, Obst usw. Wie wir entdecken werden, ist dies nämlich die kühlste Stelle im Auto, in der Regel ohne direkter Sonneneinstrahlung und die Klimaanlage wirkt dort recht gut (auch wenn dabei dem Beifahrer in den Zehen etwas kühl wird).

WA 410 E: Mount Rainier NP, Cayuse Pass
WA 123 S: NP Stevenson Entrance
WA 706 (AR): Paradise Point Visitor Center

Mount Rainier National Park

Ja, wir sitzen wieder im Auto und es geht weiter, zur Abwechslung einmal eine kurze Fahrt. Heute ist Christian hinterm Steuer - allerdings hat der von André ja schon einiges abschauen können. Im NE fahren wir (beinahe unbemerkt) in den Mount Rainier NP ein. Bei einem Aussichtspunkt sehen wir statt dem Berg nur jede Menge Wolken. Wir begnügen uns also mit Squirrels. Den Sunrise Point lassen wir vorerst rechts liegen und fahren kontinuierlich bergauf bis zum Cayuse Pass 4694ft. Am Pass oben liegt noch Schnee zwischen den Bäumen. Dann geht es wieder steil hinunter in das Cowlitz River Valley, wo bei kurzem Sonnenschein der Wald aus den gigantischen Bäumen voll zur Geltung kommt. Der Stevens Canyon Entrance befindet sich nicht an der Park-Außengrenze, sondern erst hier. Wir besorgen uns unseren Golden Eagle Pass um $25, der für den Rest der Reise und darüber hinaus noch ein Jahr gültig ist. Er gilt für einen Fahrer, inklusive Auto und Insassen. Hier herrschen also etwas andere Verhältnisse, als auf unseren Alpenpassstraßen, wo pro Kopf, Nase und Autoreifen bezahlt wird.

Dann geht es wieder den Berg hinauf, der (als Wetterscheide) die Wolken scheinbar immer nur so anzieht. Der Box Canyon ist unser erstes US-amerikanische National-Park-Wunder. Eine tiefe Klamm mit Brücke drüber (naja). Viel Moos und feucht. Diese Sehenswürdigkeit leitet ein interessantes Phänomen dieser Reise ein: Es ist dies ein lieber kleiner Canyon, wir sollten noch viele andere sehen, der nächste wird ein bisschen tiefer und länger sein, der übernächste noch größer. Bis wir letztendlich zum Grand Canyon stoßen werden, der bekannterweise alles übertrifft. Das wird dann der letzte gewesen sein. Genauso soll es uns mit anderen untereinander vergleichbaren bewundernswerten Dingen gehen.

Doch wir sind wegen dem Mount Rainier hier. Am Paradise Point im Süden (5400ft) ist man dem Vulkan am nächsten, doch auch mitten in der Nebel- bzw. Wolkensuppe. Es stehen ein paar sehr alpin wirkende "Schutzhütten" herum. Sie sind nicht irgendwie kitschig, sie wirken echt alt und aus den Kaminen raucht es. Das klobige Visitor Center ist dagegen nicht sehr hinreißend (außer einem Zeitraffer Film vom Emmons-Glacier), also drehen wir oben die One-Way-Runde. Wir halten auf einem abgelegeneren Parkplatz (beim Paradise Creek) und jausnen einmal ausgiebig. Das "Was-ist-wo-auf-der-Rückbank-Phänomen" schlägt wieder einmal voll zu, doch es beeindruckt uns nicht mehr sonderlich. Wir kämpfen mit dem Gummizeugs, das die Amerikaner ihr Brot nennen und ihren Käse, den wir ab nun eher meiden. Suiss Cheese (tatsächlich Emmentaler) kommt als einziger in Frage, auch wenn er verhältnismäßig teuer ist.

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Auf 1650 m Seehöhe bricht hier erst der Sommer langsam an knapp weiter oben stapfen wir schon im Schnee. Das Wasser fliesst weiss über die Felsen wegen der Langzeitbelichtung.
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In Richtung Süden, also nicht dort, wo der Berg steht, reißt es auf und öffnet den Blick auf die ungemütlich spitzen Gipfel der Cascade Range (Tatoosh Range, ca. 6600 ft). Wir entscheiden uns für eine kleine Wanderung. André geht es zwar eigentlich überhaupt nicht gut, die Bronchitis mit der Antibiotikakeule hat ihn ziemlich ausgezehrt, er spürt es bei jedem Schritt... Es ist mittlerweie schon Juli, aber hier heroben beginnt gerade der Frühling. Es liegt noch extrem viel Schnee, dazwischen sprießen die ersten Blüten. Auf einem Holzstumpf machen wir eine längere Pause mit der Aussicht in ein schneebedecktes Tal. Ein paar Murmeltiere tollen herum. Diese und kleine Gebirgsbäche müssen als Fotomotiv herhalten, weil der Mount Rainier in der Wolke unsichtbar bleibt. Wir haben uns eigentlich schon damit abgefunden und schauen gar nicht mehr in seine Richtung.

WA 123 S, Sunrise Drive (AR): Sunrise Point

Weil es nicht weit ist, schauen wir noch zum Narada Fall, wo sich einer der vielen Gebirgsbäche über 165ft in die Tiefe stürzt. Hier scheint sogar die Sonne. Wir treten den Rückweg an und wollen die unfreiwillig gewonnene Zeit für einen weiten Sprung in Richtung Osten (Yellowstone) nutzen. Auf der doch recht kurvigen Bergstraße sitzt Christian am Steuer und starrt auf einmal in den Rückspiegel wobei er bedenklich weit links fährt. Vollbremsung, rechts zufahren, Fotoapparat raus! Warum? Ein Loch in der Wolkendecke zeigt wenigstens einen Teil des Mount Rainier. Unter diesen Umständen fahren wir doch noch zum Sunrise Point (6400ft). Bis dort hin sind es immerhin gut 50mi und Christian düst ganz ungewohnt dahin. Es sollte sich auszahlen. Bei herrlichem Wetter kommen wir oben an - die dunkle Straße zwischen den Schneeflecken dampft in der Sonne. Wir spazieren zur Emmons View. Die 14122ft sind zwar von hier aus nicht mehr so eindrucksvoll, weil wir auch schon recht hoch oben sind, aber wir haben freien Blick vom Tal des Emmons Glacier bis hinauf zur abgestumpften Kraterspitze (insgesamt über 10000ft!!!). Wir halten uns ein wenig auf, genießen die wärmenden Sonnenstrahlen, wandern herum und treffen Rehe und Amis, bis es wirklich höchste Zeit zum Abfahren wird.

Doch wir sind wegen dem Mount Rainier hier. Am Paradise Point im Süden (5400ft) ist man dem Vulkan am nächsten, doch auch mitten in der Nebel- bzw. Wolkensuppe. Es stehen ein paar sehr alpin wirkende "Schutzhütten" herum. Sie sind nicht irgendwie kitschig, sie wirken echt alt und aus den Kaminen raucht es. Das klobige Visitor Center ist dagegen nicht sehr hinreißend (außer einem Zeitraffer Film vom Emmons-Glacier), also drehen wir oben die One-Way-Runde. Wir halten auf einem abgelegeneren Parkplatz (beim Paradise Creek) und jausnen einmal ausgiebig. Das "Was-ist-wo-auf-der-Rückbank-Phänomen" schlägt wieder einmal voll zu, doch es beeindruckt uns nicht mehr sonderlich. Wir kämpfen mit dem Gummizeugs, das die Amerikaner ihr Brot nennen und ihren Käse, den wir ab nun eher meiden. Suiss Cheese (tatsächlich Emmentaler) kommt als einziger in Frage, auch wenn er verhältnismäßig teuer ist.

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Die Wolken lichten sich für uns aber nur kurze Zeit.
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Dass wir eindeutig im Gebirge sind, zeigt sich, als wir endgültig wieder im Auto sitzen und ein heftiges Schneegestöber loslegt. Statt der Klimaanlage muss diesmal die Heizung herhalten. Über den Chinook Pass 5440ft (vorbei an dem letzten schneebedeckten See) verlassen wir den NP. Auf der Ostseite der Cascade Range geht eine herrliche Straße ins Tal hinaus, wo wir einige Meilen weiterbringen. Unten im Tal wird es plötzlich bedenklich trocken, die Bäume schauen wieder so mickrig aus, wie in Canada. Am Talende stehen nur noch vereinzelte Föhren oben auf den Hängen herum und eine totale Trockenvegetation setzt ein. In der Ebene, etwa 70mi östlich des grünen Mount Rainier NP sind wir in einer Steppe, die schon wüstenähnlichen Charakter hat. Wachsen tut nur mehr, was heftig bewässert wird.

WA 410 E: Richtung Natches
WA 12 E:YakimaWA

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Östlich von den Vulkanen und unten im Tal wird es plötzlich bedenklich trocken. Chinook heisst Föhn auf englisch, das deutet auch auf die krassen Unterschiede beidseitig des Passes hin.
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Yakima

Es wird schon Abend und wir schauen uns um einen Campingplatz um. Es gibt zwar viele entlang des Hwy 410. Die paar, die in Frage kommen (Dusche!), sind aber schon voll mit Amis, US-Fahnen und viel Bier. Also fahren wir nach Yakima, einem Ort, von dem wir kaum etwas wissen, außer dass es der Hauptort eines Indianerstammes sein soll. Am Weg dorthin geht es durch tolle Talmäander mit Hängen aus schwarzen Lavabrocken oder gelben Wiesen mit Sage-Brush. Diese Farben bieten in der späten Abendsonne ein herrliches Bild. Yakima stellt sich als große Stadt heraus, die aber nicht mehr als das typisch amerikanische Straßen - Quadratgitter zu bieten hat. Es wird uns sehr schnell klar, dass es hier keine Campingplätze geben wird. Also halten wir Ausschau nach einem billigen Motel. Einige hotelartige lassen wir links liegen, bis uns eines unserer Preisklasse anlacht, schön heruntergekommen also. Bei näherer Betrachtung stellt sich heraus, dass es wohl schon seit einigen Jahren geschlossen ist. Also weiter Richtung Stadtzentrum.

Nach einiger Zeit wird es uns zu bunt und wir nehmen einfach das Nächste. Mit 45$ ist es zwar nicht gerade billig, aber dafür gibt es einen (nicht benutzen) chlorverpesteten Swimmingpool. Für den Preis strapazieren wir das Zimmer aber auch. Es gilt das nasse Zelt zu trockenen. Also packen wir die Wäscheleine aus und spannen sie quer durchs Zimmer. Vorher haben wir vorsichtshalber die Vorhänge vorgezogen...

Weil wir eh' schon so teuer unterwegs sind, gehen wir auch in einem besseren Family-Restaurant gut essen. Außerdem ist ja der 4. Juli, amerikanischer Nationalfeiertag. Um 21h30 fahren wir noch einkaufen. Im Supermarkt sind alle ganz hektisch, viele Autos düsen durch die Stadt. Erst nachdem wir uns in Ruhe vollständig versorgt haben, erfahren wir an der Kassa, dass es um 22h (also in weigen Minuten!) ein großes Feuerwerk geben wird. Das wollen wir natürlich auch sehen. Mit Geographen-Logik bestimmen wir, wo das Feuerwerk stattfinden wird, nämlich dort, wo alle Autos hinfahren. Diesem Zug schließen wir uns zuerst an, bis uns (10 vor 10) der Stau zu dumm wird. Wir biegen also zweimal rechts ab, und suchen einen offenen Platz. Das war gar nicht so einfach. In einer größeren Stadt mitten in der Steppe stehen nämlich überall Bäume herum, die das optische Vergnügen stören. Wieder mit Geographen-Logik finden wir einen Schulparkplatz, den wir sofort in Besitz nehmen. Und - sehe da, nach ein paar Minuten trödeln noch mehr ein (allerdings Ortskundige). Keiner (außer uns) hält sich an die Bodenmarkierungen. Alle Autos schauen in die eine Richtung. Um Punkt 10 geht's los. Das Feuerwerk ist beachtlich für ein Indianerreservat. Es dauert ca. 25 Minuten! Vor allem das Finale ist umwerfend. Wir sind die einzigen, die ausgestiegen sind, um das Spektakel zu betrachten. Naja, wir haben unser Auto ja auch nicht so geparkt, dass wir von den Sitzen aus zuschauen könnten. Wir haben noch viel zu lernen in dieser Automobilgesellschaft. Das wird dann so enden, dass wir uns dabei ertappen, wie wir ins Auto steigen, um an Campingplatz-Einfahrten zu bezahlen, nachdem wir das Zelt aufgestellt haben... Am Ende des Feuerwerks starten in der ganzen Stadt die Autos, und es geht im Stau zurück. Und ab ins BETT.

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US-Nationalfeiertag: July 4th.
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Fri, July 5th

Im Motel-Zimmer gibt es bedauerlicherweise keine Kaffeemaschine, wie wir es eigentlich aus Canada gewöhnt sind. Also werfen wir im Zimmer (neben dem immer noch großformatig aufgehängten Zelt!) den Benzinkocher an. Wir haben frische Milch und der Kaffee muss eben heiß sein. Obwohl wir kein Kühlgerät dabei haben und die Reiseroute uns noch oft in die absolute Wildnis führen wird, wird beim Frühstück nur sehr selten frische Milch und echte Butter fehlen. Es wird zwar manchmal einiges draufgehen (besonders die Butter, die unter ½lb (ca. 1/4kg) nicht zu haben ist), aber das ist es uns wert.

IS 82 N: Richtung Ellensburg
IS 90 E: Vantage, Richtung Osten
WA 283 E, WA 28 E: Soap Lake

Der Tag wird noch recht lang werden, sprich wir werden die Nacht durchfahren. Das Motto lautet: Einfach ostwärts mit dem Ziel Yellowstone Park (700mi, 1100km). Darum fährt André auch gleich mal nach Norden los... Wir müssen eigentlich sowieso nach Norden um über die Continental Divide der Bitterroot Range zu kommen, also führen wir uns bei der Gelegenheit noch einige interessante Landschaftsstriche Washingtons zu Gemüte. Der Rest der Strecke hat nämlich kaum mehr etwas zu bieten. Wir verlieren damit zwar viel Zeit, aber es soll sich auszahlen.

Columbia River

Der Blick in den Rückspiegel am Hwy 82 tut weh. Da stehen doch diese Gletscherberge - links der Mount Rainier 14122ft und rechts der Glacier Peak 10565ft - heute vollkommen wolkenfrei über der bewaldeten Cascade Range. Der Gedanke schnell zurückzufahren juckt irgendwie. Doch der I82 führt uns schon in völlig andere Landschaft. Bei Ellensburg sehen wir auch erstmals kreisförmig bewässerte Felder. Bei der Überquerung des Columbia River sind wir allerdings wieder in völlig vegetationslosem Raum. Es ist ein ca. 250.000 km² großes Basaltfeld, wo sich Fluss und Highway durchschneiden. Der Strom ist so ziemlich überall aufgestaut, so auch hier. Es ist ein trostloses Blau in der Wüste... Vor 1Mio. Jahren soll hier angeblich üppiger Wald gewesen sein, wer weiß? Bei einem Rastplatz bewundern wir wilde Pferde aus echtem schwarzen Stahl, die recht fremd am steilen linken Ufer herumstolzieren.

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Heute wolkenfrei.
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Nun wolkenfreier Rückblick auf den Mt. Rainier.
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Bald danach verlassen wir den großen Interstate 90 und fahren über ein karges Plateau. Auch hier wird bewässert. Entweder mit zentral versorgten Geräten, die die Felder kreisförmig bewässern, oder mit fast endlos langen Geräten, die von einem Ende des Feldes zum anderen fahren. Hier am Hwy17 fahren wir über das rationellste Straßenstück unserer Tour: 14mi (22,5 km) völlig ohne Kurve! Zum Fahren eigentlich eher deprimierend. In Ephrata machen wir einen kurzen Tankstopp, wo wir auch die Kreditkartenzapfsäulen verstehen lernen. Dann kommen endlich wieder Höhenunterschiede, wenn auch nur Schichtstufen im Basaltgestein.

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The Interstate 90 crosses the artificial lake.
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Soap Lake is a meromictic lake in the town of Soap Lake, Washington formed by the Missoula Floods at the foot of the Grand Coulee. The lake gets its name from the naturally occurring foam that gives its water a soapy appearance and because the lake's mineral-rich waters have a slick, soapy feel. The lake is approximately 2 mi.² (5.12 km²) in area and 70 feet (21.2 m) deep. Nearly twenty thousand years ago, as glaciers moved south, one ice [...]
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Ein Fluss, der Columbia River, hat hier einen Canyon geschliffen und diverse Seen hinterlassen. Darin wird frohgemut geplanscht, Wasserschi gefahren, oder Golf gespielt. Der erste See sieht allerdings eher verseucht aus und auch sein Name lädt mehr zum Waschen, als zum Baden ein: Der "Soap Lake". Nicht besonders groß, hat er neben dem natürlich wirkenden Grünsaum noch einen weiteren weißen Saum. Bei näherer Betrachtung stellt sich heraus, dass dieser aus Seifenschaum besteht, der an den Uferpflanzen haftet. Das Wasser ist zwar klar, auch schwimmen Fische drin herum, es fühlt sich aber eher wie Seifenlauge an. Die anderen Seen haben dieses Merkmal nicht.

WA 17 N: Coulee City
WA 155 N: Grand Coulee Dam

Dry Falls NM

Über eine Steilstufe verlassen wir den Canyon und dann geht es wieder flach dahin. Plötzlich taucht ein National Park Emblem auf, mit dem Hinweisschild zum "Dry Falls National Monument". Wir bleiben natürlich stehen, und schauen über das Geländer in ein tiefes Loch. Hier beginnt also der Canyon von vorhin. Beim Studium der Tafeln bringen wir in Erfahrung, dass die Dry Falls ein größerer Wasserfall als die Niagara-Fälle waren, als hier nur noch Wasser unterwegs war. Seit der letzten Eiszeit ist allerdings nicht mal mehr ein Rinnsal unterwegs. Auf anschaulichen Tafeln (ganz ohne englischen Text lesen zu müssen) ist die Umleitung des Columbia-Rivers geschildert, der hier den Eismassen der Cascade Ranges auswich.

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In central Washington, on the opposite side of the Upper Grand Coulee from the Columbia River, and at the head of the Lower Grand Coulee, resides a three and a half mile crescent-shaped precipice known as Dry Falls. Ten times the size of Niagara, Dry Falls is thought to be the greatest known waterfall that ever existed. Geologists speculate that during the last ice age catastrophic flooding channeled water at 65 miles per hour through the Upper G [...]
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Grand Coulee Dam

Weiter im Norden erwartet uns der eigentliche Grund dieses Nordwärts-Trips. Kein Naturwunder, sondern ein technisches Wunder: Der Grand Coulee Dam, den wir um 1/2 2 erreichen. Es ist dies ein Laufkraftwerk am Columbia River. Die Staumauer ist 550 ft hoch und 1 mi lang. Das Wasser schießt über die Wehre von ganz oben hinunter. Der Stausee erstreckt sich über 125 mi, fast bis zur kanadischen Grenze. Wir essen am Fuß der Staumauer am Parkplatz. Es ist gar nicht so warm, als es aussieht und auch windig (im Schatten 21,5°C). Wir schauen uns noch kurz das Visitor Center an, dann fährt Christian weiter.

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Vorderansicht der Mauer, die 168 m hoch und 1600 m lang ist. Der Stausee dahinter zieht sich über 200 km. Hier wird gerade Wasser über die Dammkrone abgelassen. Der Grand-Coulée-Dam ist eine Talsperre mit einer Gewichtsstaumauer und einem Wasserkraftwerk am Columbia River im US-Bundesstaat Washington. Neben dem Hoover-Staudamm gehört sie zu den bekanntesten Talsperren der USA. Der Stausee heißt "Franklin Delano Roosevelt Lake", nac [...]
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Die Stahlbrücke ist die WA 155, denn die Strasse wird nicht über den Damm geführt. Der Grand-Coulée-Dam ist eine Talsperre mit einer Gewichtsstaumauer und einem Wasserkraftwerk am Columbia River im US-Bundesstaat Washington. Neben dem Hoover-Staudamm gehört sie zu den bekanntesten Talsperren der USA. Der Stausee heißt "Franklin Delano Roosevelt Lake", nach dem früheren amerikanischen Präsidenten Franklin Delano Roosevelt, der w`[...]
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Obwohl es hier noch nicht endlos flach ist, werden die Strassen angelegt, als ob es so wäre. Hier muss man echt aufpassen, nicht am Steuer einzuschlafen oder zu schnell zu fahren.
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WA 174 E: Wilbur
IS 2 E: Spokane
IS 90 E: Coeur d'Alene (ID), Missoula (MO)

Idaho

Nun geht es schnurstracks zurück zum Hwy 2 nach Spokane. Auf den Plateaus der Interior Plains gibt es riesige Felder, die teilweise bewässert, teilweise im Trockenfeldbau bearbeitet werden. Zum Fahren ist diese Gegend sehr einfach, aber auch ermüdend. Am späteren Nachmittag erreichen wir Spokane. Schon bei der Stadteinfahrt erschrecken wir, wegen einem knapp über unseren Köpfen landenden Flugzeug. Weiter fürchten wir, dass uns die Autobahn mitten ins Stadtzentrum führt... Doch es geht halbflüssig weiter und schon sind wir in Idaho. Für ganze 75 mi. Unser zweiter Bundesstaat ist hier besonders schmal ausgeprägt. Aber dafür ändert sich die Landschaft: Es gibt Kurven, Gebirge und Wald, was uns alles schon fast gefehlt hat. Durch die Bitterroot Range - eine den Rockies vorgelagerte Gebirgskette - ist es hier feuchter und angenehmer. Die Gegend wirk aber durch ihre Verlassenheit auch nicht wirklich freundlicher, als die Interior Plains. In Wallace schauen wir einmal kurz vom Interstate Hwy 90 runter. Der Ort wird als besonders alter Tourismusort angepriesen. Wir sind allerdings nicht begeistert und der halbe Ort ist auch gesperrt wergen Dreharbeiten. Da wir ein Stopgirl falsch verstanden haben, wären wir beinahe sogar in eine Szene geplatzt. Wir wissen zu dem Zeitpunkt natürlich nicht, dass es sich hierbei um den Hauptort des Films "Dantes Peak" handelt, sonst hätten wir uns wohl ein wenig mehr umgesehen. Stattdessen geht es wieder hinauf auf den namentlich viel versprechenden Lookout Pass (5785ft). Dort wollen wir eine Pause einlegen. Allerdings gibt es nicht einmal einen Burger-Stand. Außer einer geschlossenen Liftanlage ist nichts zu sehen. Das war also Idaho. Von wegen "famous potatoes"...

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Das Kennzeichen zeigt Wald vor einer Berglandschaft, wie man sie sehen könnte wenn man im äusseren Norden des US-Bundestaats wäre. Für die flache bis ausgesprochen fade Gegend die wir durchqueren gilt eher der Zusatz, der am unteren Rand des Kennzeichens angebracht ist: "Famous Potatoes". Das ist nicht eine Ergänzung eines Einzelnen, das steht so auf jedem Kennzeichen. Schon eine Strafe...
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WA 174 E: Wilbur
IS 2 E: Spokane
IS 90 E: Coeur d'Alene (ID), Missoula (MO)

Montana

Der Pass bildet die Grenze zu Montana. Hier ändert sich dreierlei: Erstens geht es wieder bergab und mit großer Wahrscheinlichkeit wieder in eine "Plain". Zweitens erreichen wir die Mountain Standard Time (Zeitzonensprung: Uhren 1 Stunde weiterdrehen). Drittens erreichen wir mit Montana einen Bundesstaat, wo es keine Geschwindigkeitsbeschränkung gibt. Über den Pass hinunter schauen wir gleich einmal, was in der Kiste steckt: Bleifuß! Bergab können wir immerhin 95 mph herausholen... für mehr soll es allerdings nie reichen.

Was die Zeitzonen betrifft, so sind uns die Auswirkungen des tägliches Meilen-Fressens noch sehr fremd. Die Zeitzonengrenze markiert nämlich lediglich einen großen Sprung (ca. 1 Stunde oder mehr). Da wir aber ganz abgesehen davon öfters von einem Tag auf den anderen weite West-Ost-Strecken zurücklegen, kommen wir in den nächsten Wochen oft ins Gwirx mit dem Sonnenuntergang. In der Regel verrechnen wir uns derart, dass wir im Dunkeln das Abendessen zu uns nehmen. So werden wir zum Beispiel nur sehr spät von der tatsächlichen Farbe des Chillis erfahren... Uns fehlt eigentlich auch die Lichtquelle für solche abendlichen Abenteuer. Naja.

Da wir voraussichtlich auch in Montana keine größeren Sehenswürdigkeiten ansteuern werden, machen wir einen Abstecher ins Grüne. Alle 10 bis 20 Meilen gibt es Abfahrten vom Highway mit geheimnisvollen Namen, aber es gibt nie eine Siedlung zu sehen. Bei der Abfahrt "Two-Miles-Road" fahren wir ab und landen sofort auf einer nicht befestigten Forststraße. Wir denken natürlich, dass wir nach zwei Meilen irgendwo landen müssten. Nach 7 Meilen staubiger Fahrt sind wir noch immer nirgends. Vereinzelte Postkästchen im Wald wirken eher abschreckend. Also suchen wir eine breitere Stelle des Weges und kehren wieder um. Immerhin finden wir bei der dabei durchgeführten Klopause einige interessante (gigantische) Baumzapfen, die ab nun auf der Hutablage herumkugeln. Nur ein einziger davon sollte allerdings bis Europa überleben. André fährt ab nun wieder weiter.

Wieder am Highway, bereitet uns bald die Benzinuhr ernste Sorgen. Erstens scheint unser guter "Geo" über 50 mph ein Säufer der Sonderklasse zu sein, zweites und viel schlimmer: Es ist noch immer weit und breit keine Ortschaft, geschweige denn eine Tankstelle zu sehen. Schon lange im "roten Feld", taucht dann endlich die Abfahrt "Alberton" auf, die auch tatsächlich zu dem gleichnamigen Ort führt. Wir nehmen gleich die erste (etwas heruntergekommene) Tankstelle. Neben uns wird gerade ein Van getankt. Sogar dessen Besitzer bekommen ganz große Augen, als sie uns Galone um Galone einfüllen sehen, und es keine Ende zu nehmen scheint. Wir nutzen die Gelegenheit, die Scheiben von den Mücken zu befreien. Wow - Da wird die Sicht ja gleich wieder ganz anders!

Missoula

Die Sonne geht nun unter. Um 21h30 erreichen wir im letzten Dämmerlicht Missoula. Der Blick über das breite Tal mit der Stadt und den Bergen rundum ist recht nett. Drinnen siehts dann aber nicht anders aus als in Yakima. Da uns schon das eine Motel finanziell ein Dorn im Auge war und es hier sicher (vor allem um diese späte Stunde) keinen Campingplatz geben wird, entscheiden wir uns durchzufahren. Um das zu überstehen, gehen wir wenigstens anständig essen. Naja - soweit man das unter amerikanischen Verhältnissen so nennen kann. Wir nehmen gleich das erstbeste (wieder ein typisches Family-) Restaurant. Der Name ist 4B's. Ein "B" scheint für "billig" zu stehen, sonst ist es aber recht gut. Dort werden wir von einer Studentin bedient, die erst seit einer Woche wieder aus Wien zurück ist. Sie hat dort ein Jahr Biologie hinter sich gebracht (im Streiksemester!!). So erfahren wir unerwartet einige Neuigkeiten von daheim.

Wir wissen, dass wir den Yellowstone Park anpeilen, also gehen wir noch groß einkaufen. Der riesiege Supermarkt ist um 22.30 Uhr zwar ziemlich leer, aber er ist offen. Die Einkaufwagen haben Taschenrechner in den Griff integriert. Für genaue Berechnungen sind wir eindeutig aber schon zu müde, außerdem wissen wir, dass es teuer wird. Schließlich haben wir ja auch schon in Erfahrung gebracht, was gut und was weniger gut ist. Leider sind Butter, genießbarer Käse, Nutella, Cookies, Cornflakes und andere Lebensmittel dieser Qualitätskategorie eben teuer. Aber was soll's - irgendwas von Urlaubsstimmung soll ja auch spürbar sein. Die Rückbank geht wieder einmal über.

Langsam bekommen wir auch das Wasserproblem in den Griff: Wir haben bereits viele einzelne Flaschen und kleine Kanister gesammelt - mindestens 20 Liter. Es ist schließlich nie vorhersehbar, wann wir wieder genießbares Wasser nachtanken können. Wasser ist zwar grundsätzlich nicht das Problem, aber trinkbar ist es nur selten. Entweder sind die Brunnen fragwürdig (besonders in den National Parks), oder es ist stark verchlort. Im Yellowstone wird uns dann doch einmal das Wasser ausgehen - und das wird dann ein teurer Spaß. Mineralwasser um $1,16 pro Liter. Bei diesen Preisen greifen wir dann meist gleich zu den französischen Marken.

Um 23 Uhr verlassen wir Missoula. Christian sitzt wieder am Steuer und "zieht sich die Nacht hinein". André versucht auf der Rückbank zu schlafen, doch das gelingt ihm nicht so optimal. Zum Glück geht die Straße durch die Berge und es gibt Biegungen (Kurven wäre übertrieben). Außerdem gibt es an diesem großen Interstate Highway geniale "Muntermacher". Wenn man etwas zu weit am Rand fährt, wird man sehr unsanft geweckt, ohne dass etwas passiert. Wir passieren einen Musiksender nach dem anderen, Sterne und Mond schauen uns zu und denken wahrscheinlich: "Die spinnen!"

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Das Kennzeichen zeigt die Umrisse ds US-Bundestaats (praktischerweise formt der Staat fast ein homogenes Rechteck), ein Gebirgsprofil und den Slogan des Staats: "Big Sky". Naja, wenn sie sonst schon nix zu bieten haben, Himmel gibt es genug.
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