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Yellowstone, Grand Teton, Green River, Bassin, Flaming Gorge - Juli 1996

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Bozeman

IS 90 E: Bozeman
MO 85 S: Bozeman Hot Springs

Nach weiteren 120 Meilen (Butte bereits hinter uns gelassen) wird uns langsam klar, dass wir viel zu früh beim Yellowstone Park eintreffen würden, außerdem sind wir beide KO. Zuerst probieren wir, auf einer Rest-Area zu schlafen. Dort ist allerdings ein unglaublicher Betrieb, und die Trucks fahren uns vor der Nase vorbei - daher ist an Ruhe nicht zu denken und nach einer kurzen Reiberei geht es weiter über einen weiteren Pass (wobei wir beinahe unbemerkt die Continental Divide überqueren) bis zu einer Abfahrt nahe einer Mine. Christian fährt einfach drauf los, bis zu einem Plätzchen in der Wiese neben einer Brücke. Um 2.30 Uhr legen wir uns also nieder. André verweilt auf der Rückbank, was er schon nach kurzer Zeit bereut und kaum zum Schlafen kommt. Christian schlängelt sich am Beifahrersitz herum und ist so geschafft, dass er zumindest für ein paar Stündchen ruhen kann. Jaja, wie vorteilhaft sind doch Autos mit umlegbarer Rückbank... Aber das Glück haben wir eben nicht.

Sat, July 6th

Um 5.00 Uhr macht sich André auf, die Gegend zu erkunden (und zu düngen). Beim ersten Dämmerlicht wird klar, dass wir wieder einmal ziemliches Glück hatten: Der Jefferson River (wird sich bald zum Missouri entwickeln), der ein paar Meter vor der Windschutzscheibe vorbeigurgelt, führt Hochwasser und es fehlen gerade einige cm und wir wären kaum wieder aus der Wiese gekommen. Im Umfeld ragen ein paar Getreidesilos über den eingeschränkten Horizont unseres Standpunktes heraus. Kein Platz zum Verweilen. Daher wird Christian geweckt, André räumt zumindestens den Fahrersitz zusammen, während Chri die Morgentoilette erledigt. Nach einer ganz kurzen Diskussion über die Sinnhaftigkeit des Autofahrens im unausgeschlafenen Zustand und mit leeren Magen gehts wieder weiter. André fährt der Sonne entgegen. Unseren einzigen aktiv erlebten Sonnenaufgang fotografieren wir einfach vom Pannenstreifen des IS 90 aus.

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Am Horizont tun sich schon Berge auf.
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Gallatin Valley, Montana

MO 191 S: West Yellowstone (WY)

Etwa 10mi vor Bozeman verlassen wir endlich den IS 90. Der Morgen ist völlig im Eimer. Zunächst ist auch keine Besserung in Sicht: Sogar das Auto bekommt einen vollen Tank und frisch geputzte Scheiben, während wir hungern. André düst aber unbeirrt weiter. Am Fuße der Rockies (ca. 3300 ft) verlassen wir neuerlich die Trockenvegetation und es geht in einen tollen Taleingang. Dann folgen wir im Nebel dem Gallatin River bergwärts. Als sich der Nebel lichtet, erwachen wir in einem völlig vertrauten Gebiet. Es sieht aus, wie in einem alpinen Hochtal. Auf einer solchen von der Morgensonne überfluteten "Almwiese" machen wir dann Pause und frühstücken (endlich!!!) sehr ausgibig. Das lange Warten hat sich eindeutig gelohnt, denn hier ist es echt nett. Das alpine Gefühl bestätigen Höhenmesser (5900 ft) und Thermometer (43,2°F).

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In Wyoming leben nicht viele Menschen, deswegen gibt es ausgesprochen kurze Nummern auf den Kennzeichen, diese dreistellige Nummer war eine der längeren die wir sahen. Wegen den kurzen Nummern bleibt selbst auf den nicht besonders breiten amerikanischen Kennzeichen platz für einen Reiter auf einem Pferd beim Rodeo. Dahinter Bergkulissen.
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Yellowstone Slough Creek

WY NP-Roads

Gut gestärkt fährt Christian weiter. Über einen 7200 ft hohen Pass mit wunderschöner Landschaft erreichen wir das Waldbrandgebiet von 1988. Zwischen den Resten der verbrannten Bäume sprießt schon wieder fröhlich grün. Weiter unten erreichen wir den West Entrance. Der Verkehr ist plötzlich sehr dicht geworden, und wir müssen schon bei der Einfahrt Schlange stehen, was nichts gutes bedeutet. Vor dem Mt. Haynes (8233 ft) stoppen wir kurz beim Madison River. Kurz vor 10 Uhr erreichen wir das Madison Visitor Center. Eine nette Frau gibt uns weniger nette Auskunft: Der Campingplatz ist voll und die weiteren zentral gelegenen sollen es auch sein. Zwei Campgrounds im Norden könnten noch frei sei. Falls die bei Eintreffen allerdings auch voll sind, stehen wir völlig im Grünen. Eine andere Alternative wäre der Grand Teton National Park im Süden. Der Yellowstone Park ist mit 9000 km² halt wirklich riesengroß. Wir riskieren es also, die zwei kleinen noch in Frage kommenden Campgrounds im Nordosten anzupeilen. Wir flitzen also durch den Park nach Nordosten, vorbei an Geysieren, Wasserfällen, Wapitiherden, Waldbrandflächen, über einen gewaltigen 8850 ft hohen Pass, ohne auch nur irgendwo stehen zu bleiben. Allein das dauert über zwei Stunden. Mehr tot als lebendig erreichen wir das Lamar Valley - auf der anderen Seite des Parks, und über eine Schotterstraße den Slough Creek Camp Ground. Dort belegen wir einen der letzten Zeltplätze. Aber wir können mit dem Platz zufrieden sein. Er liegt unmittelbar neben dem Fluss, wodurch es sehr viele Mücken gibt. Wir stellen das Zelt auf, kaufen bei der Roosevelt-Lodge Wasser ein (extrem teuer!), und machen uns wieder beim Zelt ein gutes Mittagessen (nur durch Autan versalzen). Dann widmen wir den Rest des Nachmittags dem leichten Schatten einer Lärche. Die letzten 48 Stunden hatten es in sich.

Die Zeit, in der wir nicht gerade schlafen, wird den Tagebuchnotizen, oder dem Insektenstudium gewidmet, besonders dem der Bremsen und Gelsen. Die Bremsen sind in Summe weniger aggressiv als in Europa. Die Gelsen sind von der Dummheit mit den nordeuropäischen gleichzusetzen, durch ihr massenhaftes ausgehungertes Auftreten sind sie allerdings höchst unbequeme Musik in unseren Ohren. Christian begegnet diesen Umständen ausgesprochen unökologisch, nämlich gleich doppelt chemisch: Autan für die Haut und Autan zum Besprühen von Gewand und sonstigen Gegenständen. Das Geschmier nützt nur ihm und schaufelt André alles Getier zu, ist aber geruchsmäßig noch erträglich. Daher greift auch André manchmal zu, wenn es besonders schlimm wird. Der Spray scheint aus Ameisensäure und sonstigen Hexenkesselzutaten zu bestehen. Christian besprüht damit oft die ganze Umgebung. Da wir nicht besonders oft in den Genuss von Duschen kommen, ist der liebliche Geruch auch im Zelt vertreten. Süßsaure Träume zum Einschlafen. Aber eine gewisse Wirkung kann man der Chemie nicht ausreden. Zwischen diese Insektenschwärme hindurch beobachten wir auch Squirrels und Wapities.

Die Campgrounds sind unbewachte Campingplätze, doch da man in einem National Park ist, gilt es die zugegebenerweise großzügig angelegten vorgegeben Camp Sites zu belegen, und nicht sein Zelt irgendwo hinzustellen. Die Zahl der Campsites scheint das Menschenaufkommmen in den Nationalparks zu beschränken. Das System scheint zu funktionieren, auch wenn manchmal ganze Autokolonnen durch den National Park kriechen. Was die Campgrounds betrifft, so gilt das Motto: Wer zu spät kommt, kann leer ausgehen. Im Sommer kann das in National Parks wie dem Yellowstone schon um 10 Uhr sein.

Am Abend machen wir eine ganz grobe Planung der weiteren Reise. Die Sonne verschwindet langsam hinter den Bergen und wir kriechen unter unserer "Lärche" hervor. Die "Lärche" hat interessanterweise eine Korkrinde! Naja, wir nehmen unseren Campsite-eigenen Tisch mit Bankerl in Besitz und kochen Produkte der Fa. Knorr. Trotz dieser luftiger Höhe (etwa 6500 ft) quälen uns Mücken und sonstiges stechendes Getier (naja, wir sitzen ja unmittelbar am Bach). Überall stehen Warnschilder, man soll ja kein Essen herumliegen lassen, auch keine Wasserkanister. Es soll alles unsichtbar im Auto verstauen werden, aber auch das ist nicht ganz sicher. In einem Beiblatt zum NP-Plan wird vor den Bären gewarnt. Dort ist ein Foto abgedruckt, auf dem eine unkonventionell geöffnete Autotüre zu sehen ist. Der Bär soll angeblich die Bananen auf der Rückbank im Visier gehabt haben. Am Campground gibt es auch ein große schwarze Metallbox, in der man Essen bärensicher hinterlegen kann. Diese steht allerdings sinnvollerweise mitten in der Lichtung in der prallen Sonne. Also verstauen wir immer alles im Auto, und wenn's geht, stellen wir das Auto in den Schatten. Es gibt ja hier genügend Bäume. Nach dem Abendmahl gehen wir gleich wieder Schlafen. Das Programm für Sonntag soll ja gestopft werden...

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Unser Platz liegt direkt am Slough Creek. In Amerika gibt es standardmässig eine Bank je Platz, oft auch eine Grillstelle (jedoch nicht hier im Nationalpark). Vergebens sucht man allerdings Wasser oder gar Duschen.
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Sun, July 7th

WY NP-Roads Yellowstone NP South Loop

Weil wir ja ausreichend geschlafen haben, stehen wir um Punkt 6 Uhr auf. Nicht einmal zu früh, denn die Sonne ist auch gleich da. Und das ist gut so, denn es ist ganz schön frisch. Am Auto hat sich sogar Reif gebildet. Da bei unserm Zelt noch der Schatten ist, frühstücken wir am Platz des Nachbarn. Auto packen und ab geht's. Wir haben uns schlicht vorgenommen den gesamten NP inklusive Wanderung an einem Tag hinter uns zu bringen. Man kann ja träumen. Um abends nicht wieder sinnlos herumzukurven nehmen wir den größeren South Loop in Angriff und gleich alles was am Weg dorthin liegt mit. André fährt.

Tower Fall

Der erste Stopp führt uns zu einem kurzen Blick in den Roosevelt-Canyon (Yellowstone River), mit seinen Basaltschichten, die horizontal über den Flußschottern abgelagert sind. Ein kurzes Stück weiter machen wir eine kleine Wanderung beim Tower Fall. Hier mündet ein Zubringer in den tatsächlich etwas gelb wirkenden Fluss. Die Farben stammen von den gelösten Mineralien, die mit dem Wasser aus den Geysiren kommen. An dieser Stelle frisst sich der Yellowstone River durch alte Sinterablagerungen, was steile Ufer hervorruft und den Tower Fall so eindrucksvoll aussehen läßt: Er stürzt nicht nur 135 ft in die Teife, es stehen auch an die 100 ft hohe Türme herum, die der Abtragung trotzen und alles noch viel höher aussehen lassen. Durch die Morgensonne umgibt ein großer Regenbogen den Wasserfall - ein wunderschönes Bild. Jede Menge Squirrels laufen am Weg herum.

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Dieser Wasserfall ist 42 m hoch und führt hier gerade Hochwasser. Der Fluss schlägelt sich durch einen Wald aus Felszinnen. Ein Bild von Thomas Moran in 1871 der Türme und des Bachs half dabei den U.S. Congress davon zu überzeugen 1872 den Yellowstone als ersten Nationalpark einzurichten.
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Der Fluss schlängelt sich oben durch einen Wald aus Felszinnen. Dieser Wasserfall ist 42m hoch und führt hier gerade Hochwasser.
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Mount Washburn

Es ist etwa 8 Uhr und auch die ersten Amerikaner werden munter. Wir schauen weiter zum zentral gelegenen Mount Washburn dessen 10240 ft wir für einen Rundblick nutzen wollen. Man kann (extrem untypisch) nicht hinauf fahren, also lassen wir das Auto am Dunraven Pass stehen (8850 ft). Nach etwa einer Stunde Fußmarsch auf breitem Weg durch Wälder, Schneefelder und am Grat entlang, sind wir oben. Es ist etwas windig, aber wunderschön. Die Gipfelwiese ist kunterbunt und riecht nach den herrlichsten Honigsorten (faszinierend für diese Höhe). Weniger romantisch wirkt der Aussichtsturm, der allerdings vorm Wind schützt und primär die Funktion einer Feuermeldestelle hat. Von hier oben kann man den gesamten NP überblicken und auch das Ausmaß der Waldbrände abschätzen.

Der Yellowstone Park brannte 1988 zu 45% ab. Damals wurde nichts gegen die Flammen unternommen, mit dem Argument, dass die Flammen eine natürliche regulierende Wirkung haben. Die Spuren werden aber noch einige Menschengenerationen sichtbar bleiben. Interessant ist, dass nie ganze Flächen abgebrannt sind, sondern eine Art Fleckerlteppich entstanden ist. Innerhalb der betroffenen Zonen gibt es auch unterschiedlich stark verwüstete Bereiche. Die Baumleichen stehen noch alle. Dadurch hat man mit Blick von oben auf den Nationalpark den Eindruck, es sei nicht so schlimm. Bei der Fahrt durch so ein Gebiet, ist der Eindruck allerdings umso gespenstischer. Das Ganze wird durch dampfende und speiende Löcher noch verstärkt. Besonders weltuntergangsartig wird das Spektakel bei Sonnenuntergang.

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Die hellgrauen Wälder sind tot. Man hat im Yellowstone NP den Waldbränden ihren natürlichen Lauf gelassen. Der Berg ist nach einem Kongressabgeordneten beannt und 3122 m hoch, allerdings muss man vom Dunraven Pass nur 424 m aufsteigen und das auf einem einfachen und breiten Fahrweg.
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Die Gipfelwiese ist kunterbunt und riecht nach den herrlichsten Honigsorten.
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Hier heroben ist aber auch der gigantische Weitblick herrlich: Im Westen die bis 11500 ft hohe Bitterroot Range, im Süden die Tetons und die Caldera mit dem Yellowstone Lake, im Osten die Rockies-Ausläufer und im Norden in die Ebene hinaus. Der Moment war uns eine Packung Mannerschnitten wert. Wir tratschen kurz mit ein paar Deutschen, die sich auch hier herauf verirrt haben. Im Hinblick aufs Tagesprogramm schauen wir aber, dass wir wieder hinunter kommen. André fühlt sich nun nach der aus Canada eingeschleppten Krankheit endlich wieder vollständig fit. Zu Mittag kommen wir wieder zum Auto, fahren ein Stück bis zu einem netten Picknick-Platz, wo wir gemütlich Mittagessen. Der National Park ist wirklich riesengroß und so lässt es sich nicht vermeiden, dass wir auch einmal tanken. Wir schlucken die bittere Pille (ausnahmsweise europäische Preisverhältnisse) an der Kreuzung beim Canyon Village und hoffen, damit bis Jackson (am Ende der großen Parks) durchzukommen.

Yellowstone River Falls

Der nächste große Höhepunkt ist der Grand Canyon of the Yellowstone. Ein erster Einblick in den tatsächlichen Canyon bietet sich vom Inspiration Point (Canyon Village) aus: 1300 ft tief und oben 1500 ft breit. Die Felsen sind zwischen tief rot und gelb gefärbt, der Himmel ist blau, das Wasser grün - ein Traum. Der Yellowstone River führt ebenfalls großes Hochwasser. Das macht die nun folgenden Wasserfälle um so eindrucksvoller. Auf keiner Ansichtskarte oder anderen Abbildung des Lower Fall haben wir jemals so mächtige Wassermengen gesehen, wie sie sich bei uns über die 308 ft hinunterstürzen. 1996 © by André M. Winter

Mit der Zeit im Nacken, lassen wir einige Overlooks oder Rims aus. Außerdem ist hier relativ viel los. Selbst die gehfaulen Amerikaner gehen zu weiter von der Straße entfernten Punkten vor. Wir gehen den schön ausgebauten Weg hinunter zur Kante des Lower Fall. Dort schießt das Wasser horizontal über die Stufe hinweg in die Tiefe. Bei diesem Anblick stehen wir ein Randl ganz fasziniert davor. Weiter Flussaufwärts, nach einigen Stromschnellen, folgt der mit 108 ft weniger hohe Upper Fall, die Stromschnellen davor wirken dank des Hochwassers aber ebenfalls sehr spektakulär.

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Selten strömt derart viel Wasser über diese Kante 94 m in die Tiefe. Der Durchfluss variiert von 19 m³/s bis 240 m³/s, die Amplitude ist also beträchlich und hängt von der Schneeschmelze ab. Blick Richtung Westen und flussaufwärts.
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Ungeheure Wassermengen werden hier noch vor dem Wasserfall eingeengt um dann über die Kante zu fallen.
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Durch das starke Hochwasser wird der Yellowstone River an der Kante des Wasserfalls seitlich noch mehr zusammengeschoben und komprimiert, dadurch schiesst die Wassermenge horizontal hinaus. Wohlgemerkt, man sieht hier nur den äusseren linken Rand.
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Kitschiges Bild vom Canyon flussabwärts der zwei grossen Wasserfälle. Die Hidatsa-Indianer nannten den Fluss Mi tse a-da-zi, was die frühen französischen Trapper mit Rivière des Roches Jaunes übersetzten und Rene Jessaune im Jahre 1798 für den kanadischen Forschungsreisenden David Thompson mit "Yellow Stone". Die Hidatsa benannten den Fluss so aufgrund der gelben Felsen des Gesteins an seinen Ufern.
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Mud Vulcano

Im Oberlauf mäandriert der Yellowstone River durch die Caldera. Heute ist die Ebene eigentlich fast völlig überschwemmt - nur die Vegetation deutet die normalen Flussschlingen an. Hier schaut es noch recht friedlich, satt und grün aus, ein paar Büffel grasen vor sich hin.

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Ungeheure Wassermengen werden hier noch vor dem Wasserfall eingeengt um dann über die Kante zu fallen.
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Die Schneeschmelze lässt den Yellowstone River in einem Mäander-Abschnitt über die Ufer treten. Diese ungeheure Wassermengen werden vor den Yellowstone Falls noch eingeengt um dort massig über die Kante zu fallen.
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Die nächsten Weltwunder nahen schon. Es dampft aus der Erde und stinkt penetrant nach Schwefel. Die verschiedenen Spei-Löcher haben die giftigsten Namen:

Gespeit wird so ziemlich alles: Wasserdampf, mit verschiedenen Gas-Zusätzen, Wasser (interessanterweise immer klar), bis hin zu verschiedenfarbigem Schlamm. Manche erzeugen dabei auch noch recht furchterregende Töne. Klein gehaltene Schilder deuten darauf hin, dass es "unlawful" ist, die Holzstege zu verlassen. Dass solche Aktionen eher "lebensgefährlich" sind, steht nur im Kleingedruckten einiger Broschüren... Die Tierwelt lässt sich von dem Höllenspektakel beispielsweise nicht abschrecken. Büffel und anderes Getier hinterlassen jede Menge Spuren im Schlamm nahe der giftigen Verbindungen zum Erdinneren. Manche zahlen dabei auch drauf: Knochen kugeln herum, in manchen Töpfen schwimmt sogar fertig gekochtes.

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Sulfur Caldron ist eine Hohlform mit verschiedenen Quellen extrem saurer Flüssigkeit (pH 1,2 - wie Batterieflüssigkeit). Der hohe Schwefel-Gehalt macht die gelbe Farbe aus. Im Hintergrund sieht man noch andere Öffnungen. In einem 50m-Umkreis scheint es kaum Lebensformen zu geben.
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Zwischen den giftigen Dämpfen stehen auch lebendige Tiere herum (nicht nur wir Menschen sind so dumm). Ganz so giftig kann es also doch nicht sein...
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Hier brodelt heisser Schlamm und es riecht nach Schwefel. Auf dem Schild vorne links steht "Stay on Trail", ab und zu sieht man Tierspuren bedenklich nahe an den gefährlichen Löchern.
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Ab und zu sieht man Tierspuren bedenklich nahe an den gefährlichen Löchern, dann logischerweise auch recht frische Tierknochen. In dem Loch hinten brodelt heisser Schlamm und es riecht nach Schwefel.
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Yellowstone Lake

Als nächstes kommen wir zum endlich wieder völlig natürlich und normal wirkenden Yellowstone Lake. Er ist allerdings riesengroß (14 x 19 mi) und eiskalt (liegt ja auch auf 7733 ft Höhe!!!). Wenn man dann noch davon absieht, dass er eine Caldera erfüllt, kann man sich mental von der unwirklich wirkenden Show vorher erholen. Im Lake Village kaufen wir recht teuer ein. Christian kann es auch nicht lassen hier ein der Farbenlehre und -ästhetik absolut widersprechendes T-Shirt zu kaufen.

Wir fahren weiter das West-Ufer des Sees entlang, und kommen zum West Thumb Geysir Basin. Einer der vielen "Arme" und "Daumen des Yellowstone Lakes. Die Geysire liegen hier nur wenig über dem Seeniveau und riechen angenehmerweise ganz neutral. Es handelt sich großteils um stark kalkgesättigtes kochendes Wasser, das in Trichtern emporkommt. Am Rand dieser Öffnungen scheidet sich sofort Sinter ab. Somit wächst eine große Kalkfläche, mit Röhren in denen das Wasser immer höher steigen muss. Der Grand Canyon of the Yellowstone schneidet sich zum Teil auch durch so eine große Kalkausscheidungsfläche. Wunderschöne Farben.

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Der See riesige See (22x30 km) liegt auf 2357 m Seehöhe und ist eiskalt. Im Winter friert er vollständig zu (ausser dort wo heisse Quellen münden) und dieses Eis taut oft erst im Mai ab. Die maximale Tiefe von nur 118 m ist also nicht schuld an der eisigen Wassertemperatur, es liegt eindeutig an der Seehöhe. Blick über die Wasseroberfläche nach Südosten.
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Der Grand Canyon of the Yellowstone schneidet sich zum Teil auch durch so eine große Kalkausscheidungsfläche. Die Trichter werden "pot" genannt und weisen schöne Farben auf, die am Rand durch Algen hervorgerufen werden. Die Geysire liegen hier nur wenig über dem Seeniveau und riechen angenehmerweise ganz neutral. Es handelt sich großteils um stark kalkgesättigtes kochendes Wasser, das in Trichtern emporkommt. Am Rand dieser Öffnu [...]
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Die Geysire liegen hier nur wenig über dem Seeniveau und riechen angenehmerweise ganz neutral. Es handelt sich großteils um stark kalkgesättigtes kochendes Wasser, das in Trichtern emporkommt. Am Rand dieser Öffnungen scheidet sich sofort Sinter ab. Somit wächst eine große Kalkfläche, mit Röhren in denen das Wasser immer höher steigen muss. Da sich diese Schunde immer verändern, gibt es diesen speziellen Geysir heute sicher nicht mehr i [...]
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Die Geysire liegen hier nur wenig über dem Seeniveau und riechen angenehmerweise ganz neutral. Es handelt sich großteils um stark kalkgesättigtes kochendes Wasser, das in Trichtern emporkommt, die teilweise einige Meter tief sind. Am Rand dieser Öffnungen scheidet sich sofort Sinter ab. Somit wächst eine große Kalkfläche, mit Röhren in denen das Wasser immer höher steigen muss. Da sich diese Schunde immer verändern, gibt es diesen spezi [...]
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Der Grand Canyon of the Yellowstone schneidet sich zum Teil auch durch so eine große Kalkausscheidungsfläche. Die Trichter werden "pot" genannt und weisen schöne Farben auf, die am Rand durch Algen hervorgerufen werden. Die Geysire liegen hier nur wenig über dem Seeniveau und riechen angenehmerweise ganz neutral. Es handelt sich großteils um stark kalkgesättigtes kochendes Wasser, das in Trichtern emporkommt, die teilweise einige [...]
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Old Faithfull im Upper Geysir Basin

Weiter geht es nach Westen, gleich ein paar mal über die (den Amerikanern wichtige) Continental Divide. Diese Grenze ist prinzipiell überall gekennzeichnet und somit ein guter Anhaltspunkt. Wir kommen zur größten Geysir-Bassin-Anhäufung, mit dem einen Wahrzeichen des Nationalparks: Dem "Old Faithful". Den kennen anscheinend wirklich alle. Die zweispurige Einbahnstraße führt zu einem riesigen Parkplatz. Eine gewaltige Menschenmenge wartet schon auf das alle 75 Minuten eintretende Ereignis. Wir kommen pünktlich, wie zu fast allen Geysirausbrüchen (auch jene, die nur alle paar Stunden etwas spucken). Der Old Faithful bringt es auf 1-5 Minuten und ca. 20.000 Liter kochendem Wasser, die er bis auf 180 feet (55 m) in die Höhe schießt. Anschließend machen wir noch eine kleine Wanderung zu anderen, "einfachen" Quelltöpfen, ähnlich wie am West Thumb. Es stinkt pestialisch und langsam wird es spät - und wir müde.

Trotzdem geht es weiter - vorbei an der großen Wanne des Bisquit Basins. Die Sonne neigt sich schon als wir das Midway Geyser Basin erreichen. Das macht die Farben aber um so eindrucksvoller. Blauklares kochendes Wasser erzeugt Wasserdampf, der interessante Heiligenscheine (Aura) im Sonnenlicht erzeugt. Hier kann man das Kalkauscheiden genau beobachten: Das Wasser fließt hier sehr flach ab. Vorerst bilden sich winzige weiße Terrassen, da siedet das Wasser noch. Sobald es etwas abkühlt, wird es von Bakterien besiedelt: Die Farbe ändert sich mit der Abnahme der Temperatur von weiß nach gelb, orange, rot und braun. Hat es endlich eine Temperatur, wo man auch die Hand hineinstecken kann, schlagen gelb-grüne Algen zu.

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Das ist das Wahrzeichen des Nationalparks: dem "Old Faithful". Die zweispurige Einbahnstrasse führt zu einem riesigen Parkplatz. Eine gewaltige Menschenmenge wartet schon auf das alle 75 Minuten eintretende Ereignis. Der Old Faithful gehört zu den düsenartigen Geysiren, die einen schmalen Wasserstrahl haben. Der Durchmesser des Schlots beträgt in sieben Metern Tiefe 11 cm. Mit einer 30-55 m hohen Wassersäule, die zwischen 1,5 und 5 [...]
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Der Old Faithful gehört zu den düsenartigen Geysiren, die einen schmalen Wasserstrahl haben. Der Durchmesser des Schlots beträgt in sieben Metern Tiefe 11 cm. Mit einer 30-55 m hohen Wassersäule, die zwischen 1,5 und 5 Minuten anhält und zwischen 14000 und 32000 Liter Wasser verspritzt, hat er eine beeindruckende Höhe. Zwischen 1983 und 1994 führten Forscher verschiedene Messungen im Schlot des Old Faithful durch. In 22 Meter Tiefe maßen [...]
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Unweit vom Old Faithful gibt es noch zahlreiche anderen formschöne Quellen und Geysire. Nur ganz wenige Menschen verschlägt es hierhier und das ist gut so. 1996 ist hier ein Bison hineingefallen, das am lebendigen Leib gekocht wurde...
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Kleiner Geysir im Abendlicht. Hinten sieht man die grossen Häuser rund um den Olf Faithful.
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Midway and Lower Geysir Basin

Am Firehole Drive erleben wir wieder unser besonders Glück, dass die Geysire dann ihr bestes geben, wenn wir ankommen. Hier haben wir sogar die Qual der Wahl zwischen Great Fountain und White Tower (zwei sehr selten ausbrechenden Geysiren). Gerade beim Sonnenuntergang kommen wir zum Lower Geyser Basin, wo sich tolle Farben im Point-Pot (einem Dauerspeier) ergeben. Die Fountain Group bricht auch gerade vor den letzten Sonnenstrahlen aus. Hier sind auch eindrucksvolle Schlammlöcher (Fountain Paint Pot), zu denen wir am nächsten Tag noch schnell einen Abstecher machen möchten, da von den Farben nicht mehr so viel zu sehen ist.

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Das Wasser kommt kochend aus der Erde hoch und fliesst dann recht langsam über breite Sinterterrassen ab. Dabei kühlt es ab und wird recht schnell von Algen besiedelt. Die Farbe ändert sich mit der Abnahme der Temperatur von weiß nach gelb, orange, rot und braun. Hat es endlich eine Temperatur, wo man auch die Hand hineinstecken kann, schlagen gelb-grüne Algen zu.
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Halos entstehen normalerweise nur an Eiskristallen, hier klappt es auch im Dunst.
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Gegenlichtaufnahme eines Geysir, aus dem ganz leicht Wasserdampf entweicht.
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Gegenlichtaufnahme.
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The Fountain Paint Pots are a group of mud pots located between the Midway and Lower Geyser basins in Yellowstone National Park. The Fountain Paint Pots are named for the reds, yellows and browns of the mud pots in this area. The differing colors are derived from oxidation states of the iron in the mud. As with hot springs, the heat in the caldera forces pressurized water up through the ground, causing the mud to boil. The bubble action in the mu [...]
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Die untergehende Sonne taucht alles in goldgelbe Farben, Wasser, Dampf und Luft.
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Am Abend...

Ganz können wir den Kreis nicht so schließen, wie wir uns das vorgestellt hatten. So fahren wir eben bei einbrechender Nacht zurück zu unserem Zelt im Nordosten. Zum Glück befinden wir uns ja gerade im südwestlichen Teil des Parks. Die Fahrt wird aber noch recht interessant. Kurz vorm Gibbon-Canyon treffen wir auf eine große Bison-Herde, die mitten auf der Straße dahertrabt. Die Viecher schauen ganz schön grimmig drein, und rennen da ganz schön knapp neben dem Auto vorbei. Beim Norris-Geyser Basin wirkt das fahle Licht, die zum Teil abgebrannten Waldflächen und die vereinzelten Geysire zu einem sehr gruseligen Spektakel zusammen. Das ist uns sogar einen kurzen Aufenthalt wert!

Als es völlig finster ist, geht es wieder über den steilen und kurvigen Duraven Pass. Wir sind doch nicht ganz die einzigen, die noch zu so später Zeit unterwegs sind. Vor uns ein paar Autos. Unser Vordermann weist ein höchst merkwürdiges Fahrverhalten auf: Er steht fast immer auf der Bremse, auch wenn es bergauf geht... Wir dachten halt, der Bremslichtkontakt ist defekt. Fast im Tal angekommen, legt er aber urplötzlich eine Vollbremsung hin (alle Räder blockieren). Christian merkt es zum Glück rechtzeitig, so dass wir nicht auffahren. Wir bleiben auch stehen. Ein total verzweifelter Mann steigt aus, seine Frau stammelt etwas von den "Brakes". Als sie dieses Wort ausspricht, wird André sofort klar, dass es Franzosen sind. Da sie alle total durcheinander sind, setzt sich André ins Auto, und testet einmal die Bremsen aus. Sie zeigen überhaupt keine Wirkung, nur die Handbremse werkt so lala. André möchte dann mit ihrem Wagen zur nächsten Lodge fahren, da er meint, schon Erfahrung mit toten Bremsen zu haben. Beim Anrollen wird ihm allerdings der Zusammenhang zwischen Bremse und Automatikgetriebe klar und auch ihm kommt das Schaudern: Es gibt ja keine Motorbremse und den Berggang kann man nur bei funktionierenden Bremsen einlegen... Pfui, Gott sei Dank erreichen wir schon nach kurzer Strecke das Ziel (Roosevelt Station). André ist auch schon schweißgebadet. Erschöpft kommen wir zum Campground. Essen noch im Auto, wo uns zu Mitternacht der Ranger besucht. Dann kriechen wir mit letzter Kraft in unser Zelt und fallen tot um, der Wecker steht wieder auf 6.05 Uhr.

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Beim Norris-Geyser Basin wirkt das fahle Licht, die zum Teil abgebrannten Waldflächen und die vereinzelten Geysire zu einem sehr gruseligen Spektakel zusammen. Das ist uns sogar einen kurzen Aufenthalt wert!
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Mon, July 8th

Von alleine wären wir wohl nie aufgestanden, aber der Wecker hilft uns. Es ist wieder ausgesprochen frisch. Weil der Zeltplatz mit Bankerl hoffnungslos im Schatten ist, und wir wie Reptilien die ersten Sonnenstrahlen zum Auftauen brauchen, frühstücken wir diesmal "am" Auto (dach). Da dies nicht das letzte Mal sein wird, werden wir langsam aber sicher Spuren (mit Brettl, Messer, etc.) am Dach hinterlassen. Die Eile vom Vortag ist nicht mehr mit uns. Recht gemütlich wird gegessen und gepackt. Dabei kommen wir ins Gespräch mit einem Zeltnachbarn, der für ein paar Tage aus Michigan hier her kam. Nach dem üblichen Wer-von-wo-und-wohin erzählt er uns, dass er als General-Motors-Vertreter erst im Juni bei einer Tagung in Wien war. Und noch eine wertvolle Information erhalten wir, als wir ihm unsere geplante Route auf die Nase binden: Er schildert uns einen besseren Zugang zum Grand Canyon. Den Tip notieren wir und es wird sich auszahlen...

WY NP-Roads Yellowstone NP North Loop

Petrified Tree

Der Tag soll den North Loop, die verabsäumten Schmankerl des South Loop und den im Süden gelegenen Grand Teton National Park fassen. Wohl wieder einmal hoffnungslos übermütig, aber wir tun wieder einmal so, als würden wir es schaffen. Die erste Sehenswürdigkeit ist der Petrified Tree. Dieser Baum war ein Redwood - typisch für die Regenwälder des Pazifiks. Er stammt also wahrscheinlich aus einer Zeit, wo es noch keine vorgelagerten Küstengebirge gab. Der etwa vier Meter lange, zu Kalk versteinerte Baumstamm ist unüblich entstanden: Er war nie begraben und er steht auch noch schön brav senkrecht. Als der Baum noch lebte, wurde das Erdreich, in dem er wurzelte, durch Geysire mit kalkgesättigtem Wasser überschwemmt. Sein Stamm nahm auch noch dieses Wasser samt Kalk in seine Zellen auf. Nach seinem Tod trieben die Kapillarkräfte das Wasser noch weiter in den Stamm hinauf. Der Kalk ersetzte nach und nach die Zellstruktur. Und so steht er noch heute - ganz zu Stein verwandelt.

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Dieser Baum war ein Redwood, typisch für die Regenwälder des Pazifiks. Er stammt also wahrscheinlich aus einer Zeit, wo es noch keine vorgelagerten Küstengebirge gab. Der etwa vier Meter lange, zu Kalk versteinerte Baumstamm ist unüblich entstanden: Er war nie begraben und er steht auch noch schön brav senkrecht. Als der Baum noch lebte, wurde das Erdreich, in dem er wurzelte, durch Geysire mit kalkgesättigtem Wasser überschwemmt. Sein Sta [...]
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Mammoth Hot Springs und Obsidian Cliffs

Ein weiteres großartiges Naturwunder im Yellowstone National Park sind die Mammoth Hot Springs mit ihren Tarvertin-Terrassen. Wenn man sich ihnen von Osten nähert, weiß man zunächst nicht worum es sich handelt. Von der Weite schauen die weißgrauen Terrassen eher aus wie ein wildes Bergbaugebiet mitten im Nationalpark. Hier sprudeln allerdings keine Geysire. Das Wasser tritt etwas langsamer aus, dafür aber am Hang und besonders heiß. Es kommt aus großer Tiefe, wo unter den Basalten Kalk lagert. Das Wasser soll bis zu 500 Jahre alt sein, das hier sprudelt. An der Oberfläche bilden sich schnell wachsende strahlend weiße Kalksinterterassen und Becken (bis zu 2 ft Höhengewinn pro Jahr). Doch dieses Tarvertin ist nicht sehr beständig. Kommt kein Wasser nach, oder wird der Abfluss verlegt, so wird das Aufgebaute ungefähr genau so schnell erodiert, wie es geschaffen wurde. Dabei weicht auch sofort das strahlende Weiß und wird zum fahlen Grau. Die Becken sind nicht so tief, wie z.B. in Pamukale in der Türkei. Es handelt sich mehr um Terrassen, die mit höchstens 10 bis 20 cm Wasser bedeckt sind. Diese Terassen sind zwischen handgroß bis einige m² groß.

Am strahlendsten, weil immer noch stark im Aufbau befindlich, ist die Opal Terrace. Hier kommen die Amerikaner in einen besonderen Konflikt: Gleich darunter steht ein "historisches" Gebäude (schon fast 100 Jahre alt!), das mit Sandsäcken vor der Überflutung bewahrt werden soll. Im Nu werden aber die Sandsäcke in den Kalk eingebaut. Ein Tennisplatz wurde hingegen geräumt, um der Natur ein ungehindertes Ausweiten zu ermöglichen, doch das Knabbern der Natur an diesem bisschen Kultur kommt überhaupt nicht in Frage! Der Liberty Cap ist ein eingeschlafener Geysir, der besonders lange, kontinuierlich und gemäßigt durch das selbe Loch speite. So entstand die heute 36 ft hohe konische Kalkformation.

Dahinter setzt das große Terassensystem an. Hier verliert man sich fast. Die Stege und Wege unterliegen auch dem Wandel der Terrassen, zeitweise werden sie vom Kalk überwuchert, dann wieder verfallen weite Teile in einen langen Dornröschenschalf. Auch hier schlagen Bakterien und Algen - abhängig von der Wassertemperatur - zu. Im Süden befinden sich steilere Hänge, also höhere Stufen. Auch sind dort weniger Stege und weniger Leute. Dort kann man das in Entstehung befindliche Travertin auch anfassen, wenn gerade kein Ranger unterwegs ist. Es handelt sich tatsächlich um eine breiige Masse, die anscheinend lange braucht, bis sie sich verfestigt. Trocknet ein Bereich aus, so wir das Ganze sehr schnell bröselig. Terassenkanten brechen ab und durch das Grau verliert es seinen Reiz. Pflanzen scheinen das zurückgelassene Terrain nicht sehr schnell zu besiedeln. Am Rand der Terasse sehen wir das Schicksal von einigen Bäumen, die wohl gerade dabei sind, versteinert zu werden. Das Wasser rinnt einfach in den Wald, und beginnt langsam die weiße Spur aufzubauen.

Nach diesem ausgiebigen Aufenthalt geht es nun weiter. Dass wir uns in einem vulkanischen Gebiet befinden, bezeugt auch der nächste Stopp am Obsidian Cliff, wo tiefschwarzes vulkanisches Glas als anstehendes Gestein den Weg säumt. Obwohl es "unlawful" ist, scheint hier jeder ein Stückchen mitzunehmen, so auch wir. Da hier jeder herumklopft, hat sicher auch den Vorteil, dass das Gestein nicht von der Pflanzendecke überwuchert werden kann.

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Ein weiteres großartiges Naturwunder im Yellowstone National Park sind die Mammoth Hot Springs mit ihren Tarvertin-Terrassen. Wenn man sich ihnen von Osten nähert, weiß man zunächst nicht worum es sich handelt. Von der Weite schauen die weißgrauen Terrassen eher aus wie ein wildes Bergbaugebiet mitten im Nationalpark. Hier sprudeln allerdings keine Geysire. Das Wasser tritt etwas langsamer aus, dafür aber am Hang und besonders heiß. Es kom [...]
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Dies ist der Konus eines erloschenen Geysirs.
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Das Wasser bildet kleine Travertin-Becken, die recht schnell wieder verfallen und ausgrauen, sobald weniger Wasser darüber fliesst (unten).
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Hinter der kleineren Lower Terrace Area setzt ein größere Terassensystem an. Hier verliert man sich fast. Die Stege und Wege unterliegen auch dem Wandel der Terrassen, zeitweise werden sie vom Kalk überwuchert, dann wieder verfallen weite Teile in einen langen Dornröschenschalf. Auch hier schlagen Bakterien und Algen, abhängig von der Wassertemperatur, zu. Im Süden befinden sich steilere Hänge, also höhere Stufen. Auch sind dort weniger S [...]
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Tiefschwarzes vulkanisches Gesteinsglas als anstehendes Gestein säumt den Weg. Obwohl es "unlawful" ist, scheint hier jeder ein Stückchen mitzunehmen, so auch wir. Da hier jeder herumklopft, hat sicher auch den Vorteil, dass das Gestein nicht von der Pflanzendecke überwuchert werden kann. Links ein Objektivdeckel zum Grössenvergleich.
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Nun kommen wir auf die bereits bekannte Strecke am Gibson River. Da wird Gas gegeben. Einen Halt legen noch im Lower Geyser Basin beim Fountain Paint Pot ein, denn das Abendlicht vom Vortag war fürs Photographieren zu schwach. Doch der Platz ist nicht wieder zu erkennen. Es wimmelt von Leuten, der Parkplatz ist ziemlich voll und die Farben sind auch nicht viel besser zu sehen. Da schauen wir, dass wir weiterkommen. Ausser am Firehole - Canyon, von dem wir auch nicht begeistert sind, fahren wir jetzt überall vorbei, bis zum Yellowstone Lake.

WY 191 S: Lizard Creek CG

Grand Teton National Park

Der Yellowstone Park ist auch im Süden noch ganz schön groß und es dauert bis wir den South Entrance erreichen. Es geht abwechselnd durch Waldbrandgebiet und schönen Wald, vorbei am Lewis Lake und Lewis Canyon. Nachdem wir den Park verlassen haben, gelangen wir nur ein paar Meilen südlich in den nächsten - den Grand Teton NP. Hier ist es im Vergleich zum Yellowstone Park überdurchschnittlich ruhig. Der Parkplatz beim Flagg Ranch Visitor Center ist quasi leer. Es ist alles viel gemütlicher. So bekommt man zum Beispiel den Nationalparkplan (auch vom Yellowstone) hier gratis, beim Yellowstone National Park haben wir für einen zweiten extra zahlen müssen(!). Doch muss man auch hier achtgeben, da die Campingplätze gerne als Overflow für jene des Yellowstone National Park genützt werden.

Da wir beide wieder extrem müde sind, peilen wir den ersten Campground an. Außerdem liegt dieser abseits vom Trubel des Colter Bay Visitor Center. Der Platz am Lizard Creek ist tatsächlich schon recht voll, dafür aber weitläufig und ruhig. Wir suchen uns ein Platzerl zwischen hohen Nadelbäumen, die leider besonders im Osten sehr dicht sind. Wir haben uns schon sehr an das Autofahren gewöhnt: Als es darum geht, zur Campground Verwaltung zu pilgern, um zu bezahlen, steigt André ins Auto, um dort hinzufahren. Als er aber den Schlüssel ins Zündschloss steckt, wird ihm plötzlich doch noch bewusst, dass er gerade für eine 500 m lange, ebene Strecke und völlig ohne Zeitdruck das Auto benutzen wollte...

Nach dem Essen (ca. 14 Uhr) wäre eigentlich genug Zeit für Besichtigungen oder Einkauf gewesen. André kann aber den (ohnehin auch müden) Christian davon überzeugen, dass einfach faul sein und einmal nur herumkugeln, baden usw. auch eine Alternative sein kann. Also rühren wir uns nicht vom Fleck - das heißt, wir klettern eine 20 m hohe Böschung zum Ufer des großen Jackson Lakes hinunter und genießen die Zeit mit Schlafen, Dösen und Baden. Das Wasser ist gar nicht so kalt (obwohl der See auch extrem groß ist und wir hoch oben sind). Der Blick ins Moose Valley (extrem typisches U-Tal) ist auch schön und würden Christian sehr zu einer Wanderung verlocken, aber dafür sind unsere Pläne doch nicht ausgelegt.

Der Blick vom Ufer zum Webb Canyon, einige gewitterartige Wolkenformationen aus denen nichts wird und der Sonnenuntergang stimmen André nachdenklich und melancholisch. Nach einem guten Supperl mit Karotten und einigen "Broten", geht Christian bald schlafen. André verbringt den Abend nach Einbruch der Dunkelheit im Auto mit Briefschreiben und Radiohören (Sender mit Nicht-nur-Country-Musik). Jaja, eine Oberösterreicherin hat's ihm wohl angetan... However - Es ist ungefähr Halbzeit des Amerika-Aufenthaltes. Obwohl dieser Campground noch höher liegt, als der im Yellowstone (6790 ft), kühlt es in der Nacht lange nicht so stark ab und die Luft ist trockener. Naja, wir sind immerhin 1° weiter südlich und vor allem an dem warmen See.

Tue, July 9th

Wieder ist es 6 Uhr morgens. Diesmal werden wir von Donner geweckt. Es beginnt leicht zu tröpfeln. Mehr wird es aber nicht. Erst viel später, als alles wieder staubtrocken ist, stehen wir dann tatsächlich auf. Nach dem üblichen Frühstück und Einpackzeremonie fährt Christian los. Das Programm für den Tag ist nicht fix. Klar ist, dass uns der Grand Teton National Park zu Füßen liegt und wir sowieso durch müssen. Der nächste tatsächliche Fixpunkt ist noch weniger klar. Wir wollen uns nur in den nächsten Tagen einmal mit Gudrun in Colorado treffen, wann und wo ist noch nicht abgesprochen. Dazwischen liegen gut 300 mi nicht näher besprochener Luftline. Wir lassen uns aber überraschen, geleitet durch wage Hinweise von National Recreation Areas und landschaftlich schönen Strecken in Christians USA-Atlas.

WY 191 S: Jackson

Hier im Grand Teton National Park kommt wieder "ganz normale" schöne Natur vor, ohne Geysire usw. Auch ist hier interessanterweise nichts angebrannt. Der Nationalpark entstand ohne großes Tamtam mit der Hilfe einiger potenter Gönner und etwas gutem politischen Willen. Geologisches Merkmal ist die Große Stufe: Die Tetons sind eine nord-süd gestreckte Bergkette die sich bis 13770 ft steil über der Ebene (6770 ft) erheben. Die Seite, die man beim Durchfahren sieht, ist die sich hebende Stufenfront. Selbst steht man auf dem sich senkenden Erdkrustenteil. Dieser Prozess geht heute noch weiter. Vom Teton Glacier Turnout sieht man gut eine kleine Stufe im überwachsenen Schuttkegel

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Blick Richtung WNW über den Jackson Lake, 2048 m, in den Webb Canyon. Zwischen dem Campingplatz und dem See gibt es eine 20 m hohe Böschung. Der See ist ein natürlicher Gletschersee, aber durch einen Damm von 1911 im Süden wurde das Niveau künstlich um 10 m angehoben. Dieses Wasser wird für Irrigationen in Idaho verwendet. Ein Nationalpark kann also auch Ausnahmen machen...
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Links hinten: Mount St. John, 3484m, und Mount Woodring, 3533m. Rechts: Bivouac Peak, 3299 m. Das geologisches Merkmal des Nationalparks ist die Große Stufe: die Tetons sind eine nord-süd gestreckte Bergkette die sich bis 4197 m erheben, wobei die Ebene auf 2063 m liegt. Die Seite, die man beim Durchfahren sieht, ist die sich hebende Stufenfront. Selbst steht man auf dem sich senkenden Erdkrustenteil. Dieser Prozess geht heute noch weiter. Vom [...]
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Auf der Straße nach Süden gibt es viele Haltemöglichkeiten (Turnouts). Wir peilen nur einige an: Leeks Maria am großen Jackson Lake, eine leicht versumpfte Gegend mit allgegenwärtigem Ausblick auf die Teton Range. Hier hupfen ein paar witzige Vögel am Parkplatz herum. An die Preise im Yellowstone denkend vermeiden wir es, im Colter Bay Village zu halten und sparen uns die Flüssigkeitszufruhr für uns und fürs Auto für Jackson City auf.

Einen Überblick verschaffen wir uns vom Signal Mountain (7593 ft) aus. Natürlich kann man da mit dem Auto hinauffahren. Interessant ist auch der Blick nach Westen auf das Hügelland durch das der Snake River fließt. Das Wetter bessert sich zwar ein wenig, die Wolkendecke bleibt aber doch gegenwärtig.

Am Jenny Lake herrscht wieder fast "natürlicher Kitsch": Schneebedeckte spitze Berge, mit kleinen Geltschern versehen, viel grün ein kleiner kühler See mit ein paar Enten drin. Wir sitzen ein wenig am See und genießen den alpinen Ausblick. Zunächst wollen wir den Teton National Park ganz gemütlich verlassen. Doch an der Gros Ventre Junction packt uns die Abenteuerlust und wir nehmen eine Prallelstraße zum Highway, die zum Teil unbefestigt ist. Das erste Abenteuer dieser Art (Anmerkung: Unser Auto-Mietvertrag untersagt das Befahren unbefestigter Straßen). Wir umfahren also die East Gros Ventre Butte im Westen und erreichen Jackson vom Südwesen her. Für amerikanische Verhältnisse ist die Straße wirklich winzig (man muss manchmal richtig ausweichen!). Immerhin sehen wir eine Elchkuh samt Junges, die aber wegen Gegenverkehr sehr schnell im Wald verschwinden.

Jackson

Von der Seite, von der wir Jackson erreichen, hat die Stadt überhaupt keinen Reiz. Aber wir finden was wir brauchen: Einen Supermarkt (der nicht mehr so riesig ist, wie die, die wir bis jetzt kennen gelernt hatten), und Tankstellen (mit unterschiedlichen Preisen - je nachdem, ob man mit Kreditkarte oder Cash zahlt). Uns fehlen jedoch noch zwei wichtige Sachen: Briefmarken und Filme, vorzugsweise Kodak Elite II. Also fahren wir doch noch schnell ins Zentrum, auch wenn wir eigentlich in die andere Richtung sollten. Schließlich verheißt der Blick auf die Landkarte weiter im Süden nichts gutes, was einkaufen betrifft.

Zuerst fahren wir durch, ohne was zu registrieren, bloß auf der Suche nach einem "Kodak"-Schild. Dann stellen wir das Auto doch ab, und schauen uns um. Wir sind in der reinsten Westernstadt gelandet! Man kommt sich vor, wie in einem Karl May Film. Alle Häuser um den Hauptplatz sind zumindestens holzverkleidet. Alle Menschen, die nicht eindeutig wie Touristen aussehen (also so wie wir), scheinen für den nächsten Dreh verkleidet zu sein, doch es wirkt alles ziemlich natürlich. Jaja, wir sind in Wyoming, dem typischen Western-Staat. Auf dem Autokennzeichen befindet sich auch ein Pferd. Bei dem Park am Hauptplatz befinden sich an den vier Ecken große Eingangstore, die aus einer Unmenge von Deer-Geweihen zusammengestellt sind.

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Elk-Geweihe in der Westernstadt Jackson Hole. Hier sind nicht nur die Häuser im Stil der Westernstädte geblieben, auch die Einwohner sind dementsprechend gekleidet. Bloss weniger Pferde gibt's.
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Green River Bassin

WY 191 S: Rock Springs
IS 80 W: Green River

Weiter geht's in Richtung Süden. Nachdem wir uns für eine Alternativroute zu Salt Lake City entschieden haben, peilen wir Green River bei Rock Springs am Interstate 80 an. Kartographisch befinden wir uns wieder einmal im 1:3 Mio.-Bereich. Das bedeutet, dass wir nicht wirklich wissen, durch welches Gebiet wir nun fahren. Zu unserer Verwunderung geht es ständig bergauf. Einige Meilen noch Jackson halten wir im Granite Valley bei einem Bach und genehmigen uns ein etwas verspätetes Mittagessen. Bei einem aufziehenden Gewitter (schon wieder!) fahren wir weiter und immer noch bergauf, bis auf einen Sattel (ca. 7800 ft!). Danach geht es allerdings nicht wirklich bergab, sondern nur aus dem Wald hinaus in eine gigantische Hochfläche. Die Gegend nennt sich Green River Basin und scheint einfach endlos zu sein. Nur im Norden sieht man auf die ferne Wind River Range. Die Wildnis ist fast perfekt: Alle paar Meilen steht eine mehr oder weniger verlassene Ranch. Gespenstisch wird das Spektakel auch durch die drückende Gewitterstimmung. Es blitzt und donnert, aber bevor es richtig loslegt, sind wir wieder dahin. Nach einiger Zeit machen wir einen Abstecher in den Wilden Westen. Wir folgen einfach einer geschotterten Straße nach Nordosten. Schnurgerade fahren wir auf der Wellblechpiste dahin und hinterlassen eine weithin sichtbare Staubfahne.

Wir fahren zu einer dieser Ranches hin und begutachten sie aus der Nähe. Alles echt: Ein Kastenwagen, hölzerne Wagenräder, ein Tor über der Einfahrt mit geschnitztem Namensschild und dem obligatorischen Geweih darüber. Das Ganze ist auch durchaus fotogen, wenn man darauf achtet, dass man den Telefonmasten mit dem Torpfosten und die gigantische Satellitenschüssel mit dem Kastenwagen verdeckt.

Wir düsen dann wieder zurück zum Highway und ohne Verkehr weiter gen Süden. Das Gewitter haben wir wie die Berge unbemerkt weit hinter uns gelassen. Zwischendurch bleiben wir wieder einmal stehen, nur um in die Weite zu sehen. Bei diesem Stopp riecht es ziemlich penetrant nach Verbranntem. Außer uns ist allerdings weit und breit keine Menschenseele oder Rauch zu sehen. Da wird uns bewusst, dass wir eben mit unserem heißen Motor die trockenen Gräser am Straßenrand angeschmort haben... Jaja, die Landschaft trocknet zusehends aus - auch die Wolken und Farmen sind schon weit weg.

Mit jeder Meile Richtung Süden wird es heißer und schön langsam kann man die Landschaft als Wüste bezeichnen. Es wachsen nur noch einzelne Sage Bushes im Sand. Es ist immer noch flach, nur der Höhenmesser verrät, dass wir nur ganz langsam an Höhe verlieren. Vor Rock Springs kommen einige Geländestufen und an einer von ihnen befindet sich eine kleine Oase mit See und Schilf, die sich als Rastplatz anbieten. Es ist schon späterer Nachmittag und nicht mehr ganz so heiß, doch der Tag ist ein Vorgeschmack zu den Hitzen, die uns noch erwarten.

Vor Rock Springs wird es durch Bergbautätigkeit und Industrie noch unwirtlicher. Ganze Landstriche sind von gigantischen Stromleitungen durchschnitten, Erdölpumpen säumen die Täler. Am großen Interstate 80 herrscht reger Ost-West-Verkehr. Hier reihen wir uns ein und fahren entgegen unserer bisher eingeschlagenen Richtung ein Stück nach Westen bis Green River um den Flaming Gorge an seiner (laut Karte 1:3 Mio.) interessanteren Seite umrunden zu können. Der Highway folgt dem Talmäander eines Flusses. Ein endlos langer Zug der Union Pacific schlängelt sich ebenfalls durch dieses Tal. Nach wenigen Meilen fahren wir aber wieder ab. Die Ortschaft Green River hat außer überdurchschnittlich faden Straßennamen absolut nichts zu bieten.

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Wir fahren zu einer dieser Ranches hin und begutachten sie aus der Nähe. Alles echt: Ein Kastenwagen, hölzerne Wagenräder, ein Tor über der Einfahrt mit geschnitztem Namensschild und dem obligatorischen Geweih darüber. Das Ganze ist auch durchaus fotogen, wenn man darauf achtet, dass man den Telefonmasten mit dem Torpfosten und die gigantische Satellitenschüssel mit dem Kastenwagen verdeckt.
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Aussicht vom Firehole Canyon Overlook. Wüsten-Beifuß (Artemisia tridentata) (englischer Trivialname: Sagebrush), auch Steppen-Beifuß oder Wüstensalbei genannt, ist eine Pflanzenart in der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Diese winterharte Pflanzenart wächst in trockenen Gebieten der westlichen USA, besonders in ausgedehnten, wüstenartigen Flächen des Großen Beckens. Der Wüsten-Beifuß wächst sowohl auf sandigem als auch lehmigem B [...]
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WY 530 S: Richtung Süden

Flaming Gorge NRA

Das Visitor Center hat zu (es ist ja auch schon etwa 18 Uhr). Immerhin finden wir Kartenmaterial von der südlich gelegenen Flaming Gorge Recreation Area. Die Beschreibung und die Fotos schauen interessant aus. Zur Bedeutung von Recreation Area können wir nur sagen, dass diese anscheinend für das ausschließliche Wohle der Bevölkerung eingerichtet werden. Im Prinzip viel Natur in der so ziemlich alles erlaubt ist. Im gegebenen Fall handelt es sich um ein weites Gebiet rund um einen großen Stausee, der mitten in einer Halbwüste liegt.

Wir verlassen Green River und sind wieder mutterseelenallein auf der Straße. Die Gegend ist zwar genauso wüst, aber trotzdem anspruchsvoller als nördlich des Interstate 80. An wenigen Stichstraßen gelangt man zum Wasser. Die Erstbeste mit eingetragenen Campingplatz (Buckboard Marina) nehmen wir auch. Dort sind wir die einzigen bis auf einen (etwa 1 mi entfernten) großen Campingwagen, der bis recht spät sein Stromaggregat brummen lässt. Der Platz wird automatisch besprengt. Das merken wir, als urplötzlich Wasser aus dem Boden düst. Somit entsteht eine kleine Oase in der Wüste. Kleine olivenartige Bäume spenden etwas Schatten und grünes Gras bedeckt stellenweise den Boden (angenehm zum Zelten). Es sind pro Campsite ansich unhübsche aber praktische Blechkojen aufgestellt, um im Schatten essen zu können. Viele Squirrels und andere Tiere tummeln sich hier, weil es Wasser und sattes Gras gibt.

Wir stellen schnell unser Zelt auf und machen wieder ein Selbatauslöserfoto, auf dem wir schon besser drein schauen, als auf den ersten. Bei tief stehender Sonne machen wir uns noch einmal auf, um die Umgebung zu erkunden. Zuerst zum See. Die breite Straße wird immer steiler und wird so ohne weitere Veränderung zu einer Bootsrampe. Das Wasser ist ziemlich warm. Verschwitzt wie wir sind und in Kenntnis der Tatsache, dass Duschen teuer wird, hüpft André hinein. Christian lässt sich aber durch die Seifenblasen am Ufer abschrecken. Immerhin - eine gewisse Abkühlung lässt sich erzielen. Es gibt zwar jede Menge Insekten, Gelsen scheinen aber nicht dazwischen zu sein.

Nach einem ersten Anruf in Denver/Colorado wegen dem Treffpunkt mit Gudrun und Co und der Planung für die nächsten Tage, fahren wir wieder ein Stück zurück und schauen uns die Wüste hier näher an. Lehmiger Boden und Sagebrush ohne Ende. Mit dem Sonnenuntergang ergibt dies trotzdem jede Menge Fotomotive. Dabei geht die Sonne letztendlich wirklich unter und das Abendessen findet wieder einmal im Dunkeln statt. Die Farbe des Gegessenen werden wir auch diesen Abend nicht erfahren. In Sachen Geschmack haben wir allerdings schon herausbekommen, dass es erst genießbar wird, wenn man Chili normal und Chili hot mischt. Dann schmeckt es auch und ist nicht nur Nahrungsaufnahme.

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Hier geht es mal bergab, unter die 2000m-Marke.
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An wenigen Stichstraßen in der Flaming Gorge National Recreation Area gelangt man zum Wasser. Die Erstbeste mit eingetragenen Campingplatz (Buckboard Marina) nehmen wir auch. Der Platz wird automatisch besprengt. Das merken wir, als plötzlich Wasser aus dem Boden düst. Somit entsteht eine kleine Oase in der Wüste. Kleine olivenartige Bäume spenden etwas Schatten und grünes Gras bedeckt stellenweise den Boden (angenehm zum Zelten). Es sind p [...]
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Der lange Schatten des Photographen ragt in die als Sackgasse angeschriebene Bootsrampe. National Recreation Areas sind oft Landstriche, die weit abseits der Zentren liegen und die, wie der Name sagt der Erholung der Bevölkerung dienen sollen. Dabei geht es selten um den Schutz der Natur. Bei Stauseen gibt es unzählige Rampen wo Motorbobte ins Wasser gelassen werden können.
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Wir sind ziemlich zufällig in der Flaming Gorge NRA gelandet, morgen soll es mit etwas mehr Plan weitergehen.
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Wed, July 10th

Wir haben das Zelt so aufgestellt, dass uns der magere Baum genau vor der Morgensonne schützen sollte, um nicht zu früh im Zelt vor Hitze aufzuwachen. Allzu lange konnten wir aber trotzdem nicht liegen bleiben. Obwohl wir schon gestern abend unser Tagesziel gesteckt haben (Aspen), haben wir es überhaupt nicht eilig. Beim Frühstücken kommen wir uns vor wie in einem Zoo: Alles Getier kommt zum Camp Ground um zu grasen: Squirrels, Hasen, Antilopen usw. Nach dem Essen versuchen wir sogar den Inhalt des Autos wieder ein wenig zu sortieren.

Der nächste Tagesordnungspunkt ist duschen. Dazu gehen wir also mit Handtuch und Seife bewaffnet ins Geschäft. Hinter den Regalen sind dann die Duschen. Es kostet hier zwar ein Vermögen, war aber dringend notwendig. Die letzte Dusche, sprich das letzte Mal Haarewaschen fand in Yakima (!) statt, seit dem gab es nur Seen ohne Einsatz von Seife. Außerdem vermuten wir genauso unsichere Verhältnisse für die zukünftigen Waschmöglichkeiten. Also investiert jeder ganze US$ 4,- und vollstreckt die Tat - dafür umso ausgiebiger. Als wir den klimatisierten Store verlassen, beginnen wir allerdings sofort wieder heftigst zu schwitzen. Doch die Luft ist sehr trocken, so dass es trotz der Hitze nicht lange andauert

WY 530 S: Manila (UT)
WY Geological Loop (AR): Ute Fire Lookout Tower

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Beim Frühstücken kommen wir uns vor wie in einem Zoo: Alles Getier kommt zum Camp Ground um zu grasen: Squirrels, Hasen, Antilopen usw. Der Gabelbock (Antilocapra americana), auch als Gabelhornantilope, Gabelantilope, Gabelhorntier, Gabelhornträger oder Pronghorn bekannt, ist ein nordamerikanischer Wiederkäuer der Prärie. Trotz seiner antilopenartigen Gestalt ist er mit den Antilopen Afrikas und Asiens nicht verwandt, sondern bildet eine eig [...]
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Geological Loop

Ohne viele Erwartungen (außer Meilenfressen bis Colorado) setzt Christian das Auto in Bewegung. Doch die Fahrt durch diese Recreation Area soll noch nett werden. Nach Manila (damit haben wir bereits Utah erreicht), wird die Landschaft besonders schön. Viele verschiedene Rottöne im Gestein, abwechselnde Vegetation, und der See machen es wirklich toll. Die Geologie treibt es hier ziemlich bunt, sodass man hier den Sheep Creek Geological Loop eingerichtet hat, eine Art "Geologische Karte 1:1". Die Straße führt dabei in einem Canyon hoch hinauf. Bei jeder Gesteins- oder Faziesänderung steht ein Schild am Straßenrand, welches das nun entlang der Straße folgende Gebiet geologisch detailreich beschreibt. Aber auch ohne Geologie-kenntnisse fallen die häufigen Gesteinswechsel verschiedenster Art auf.

Von der noch asphaltierten Straße zweigt ein unbefestigter Weg zum Ute Fire Lookout Tower ab. Schon länger nichts derartiges befahren, beschließen wir die Strecke auf uns zu nehmen. Es dauert ewig und die Straße wird progressiv immer schlechter. Langsam gewinnen wir an Höhe und der mickrige Föhrenwald wird eine Spur dichter. Am Hügel oben steht schon seit 1939 eine Warte, die ein Aussichtsturm für Feuerwarnung gewesen sein soll, also eine historische Stätte. Sie ist zwar geschlossen, trotzdem klettern wir rauf, aber man kommt gerade nicht so weit hinauf, als dass man über die Baumwipfel sehen könnte. Naja, das Auto hat auch den Waldweg wieder zurück überlebt.

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Ohne viele Erwartungen setzt Christian das Auto in Bewegung. Doch die Fahrt durch diese Recreation Area soll noch nett werden. Nach Manila, wird die Landschaft besonders schön. Viele verschiedene Rottöne im Gestein, abwechselnde Vegetation, und der See machen es wirklich toll. Die Geologie treibt es hier ziemlich bunt, sodass man hier den Sheep Creek Geological Loop eingerichtet hat, eine Art "Geologische Karte 1:1". Die Strasse führ [...]
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Die Geologie treibt es hier ziemlich bunt, sodass man hier den Sheep Creek Geological Loop eingerichtet hat, eine Art "Geologische Karte 1:1". Die Strasse führt dabei in einem Canyon hoch hinauf. Bei jeder Gesteins- oder Faziesänderung steht ein Schild am Straßenrand, welches das betreffende Gebiet geologisch detailreich beschreibt. Aber auch ohne Geologiekenntnisse fallen die häufigen Gesteinswechsel verschiedenster Art auf.
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Die Fahrt hier her war eher etwas für Allrader, leider konnte man nicht für eine bessere Aussicht auf die Plattform hochsteigen, was die Fahrt eher sinnlos machte. Dieser Wachturm ist historisch und wurde wieder instandgesetzt.
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Sheep Creek Bay

Mit dem Geological Loop haben wir beinahe das beste Stück des Flaming Gorge umfahren und versäumt. Etwas erschöpft von den Eskapaden im Wald fahren wir auf der Hauptstraße doch das Stückchen nordwärts zur Sheep Creek Bay zurück. Dies ist ein üerfluteter Seitenarm des Aufgestauten Green River. Der wunderschöne Aussichtspunkt liegt gut 500 m überm See. Der Sheep Creek hat sich hier durch schräg lagernde gelbe und rot Gesteinsschichten geschnitten und der dunkelblaue, waagrechte Wasserspiegel macht die Lagerungsverhältnisse noch deutlicher. Da uns die Gegend so gefällt fahren wir also noch hinunter zur Bucht und genießen die Farbenspiele. Nun haben wir aber wirklich weit mehr Zeit vertan als vorgesehen. Daher geht es jetzt schleunigst Richtung Südosten. Vorerst kommt das Auto ordentlich ins Keuchen, denn aus der Sheep Creek Bay geht es mit einer ordentlichen Steigung hinauf auf einen über 8800 ft hohen Pass.

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Dieses beste Stück der Flaming Gorge NRA ist ein überfluteter Seitenarm des aufgestauten Green River. Der wunderschöne Aussichtspunkt liegt gut 500 m überm See. Der Sheep Creek hat sich hier durch schräg lagernde gelbe und rot Gesteinsschichten geschnitten und der dunkelblaue, waagrechte Wasserspiegel macht die Lagerungsverhältnisse noch deutlicher.
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Der Sheep Creek hat sich hier durch schräg lagernde gelbe und rot Gesteinsschichten geschnitten. Dieses beste Stück der Flaming Gorge NRA ist ein überfluteter Seitenarm des aufgestauten Green River.
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In gibt es einge bekannte Nationalparks wie den Arches NP, der auch ältere Kennzeichen ziert, doch hier wird einfach für das Schifahren geworben "Ski Utah! Greatest snow on Earth".
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