Lange haben wir herumgeredet und -geplant, nach den tiroler Wahlen ging's dann für eine Woche nach Andalusien.
Vom Flughafen von Málaga drehen wir ein paar Runden durch Torremolinos. In der Stadt ist es halb so wild, das wirkliche Ausmass des Betonwahnsinns bekommt man von der mehrspurigen "Küstenstrasse" zu sehen (die Küste sieht man von dieser Strasse nie). Die Autobahn weiter hinten führt durch fast unberührtes Land, nur ab und zu sieht man einen 25-stöckigen Wolkenkatzer der Küste die Hügel überragen... Wir fahren zu unseren Verwandten in Marbella und übernachten dort.
Zweiter Tag:
Knapp hinter Málaga (bzw. hinter den Einkaufszentren rund um die Autobahn...) liegt abseits der Hektik Ojén, eines der vielen bekannten "weissen Dörfer". Ausser dass sie weiss sind, weisen sie selten besondere Eigenschaften auf.
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Ojén is a town which sits in the mountains behind Marbella in Andalucia, Southern Spain. Its name is oddly derived from an Arabic word, hoxán, meaning "rough" or "bitter" place, and therefore curious that the Moors should establish a settlement in a place they presumably did not care for. But they did, and in common with other inland villages such as Istán, it was allowed to survive the Christians' embargo on Moors liv [...]
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Der Ort Tolox zählt zu den "weissen Dörfern", hat aber zwei besondere Eigenschaften: er liegt auf einem Hügel, der realtiv steil ist, und von dem man gut hinunter sieht. Und es gibt dort eine Heilquelle die gegen Atembeschwerden helfen soll. Tolox ist phönizischen Ursprungs und wurde danach von den Römern erobert. Nach dem Zusammenbruch des römischen Reiches begann das kurz Interregnum der Westgoten. Mit der Eroberung Andalusiens [...]
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Wir nächtigen wieder in Marbella und fahren am dritten Tag direkt nach Ronda, einer Stadt mit interessanter Geschichte und einer aussergewöhnlichen Brücke (allerdings hätte das Gustave Eiffel anders gemacht).
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Die Brücke verjüngt die Schlucht mit ihren massigen Pfeilern noch mehr. Die Schlucht ist so tief, dass man ihren Grund von hier nicht sieht. Zur Zeit der Planung traute man sich noch nicht grössere Bögen spannen. Zwischen Fahrbahn und mittleren Bogen ist ein Zimmer untergebracht, das zeitweise als Gefängnis diente. Bekannt ist Ronda vor allem für seine Lage: die maurisch geprägte Altstadt, La Ciudad, liegt auf einem rundum steil abfallende [...]
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Bekannt ist Ronda vor allem für seine Lage: die maurisch geprägte Altstadt, La Ciudad, liegt auf einem rundum steil abfallenden Felsplateau und ist vom jüngeren Stadtteil, El Mercadillo, durch eine knapp 100 m tiefe, vom Río Guadalevín gebildete Schlucht, El Tajo genannt, getrennt. Überspannt wird der Abgrund von drei Brücken, der Puente Árabe („Arabische Brücke“), der Puente Viejo („Alte Brücke“) und der bekanntesten, der im 18 [...]
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Blick über die Tajo-Schlucht nach Norden. Parador ist in Spanien die gebräuchliche Kurzbezeichnung für Parador Nacional und ist als staatlich betriebenes komfortables und stilvolles 3- bis 5-Sterne-Hotel in oft historischer Bausubstanz aufzufassen. Die Paradores wurden seit 1928 von der spanischen Regierung mit Unterstützung des spanischen Königs Alfons XIII. in umgebauten Burgen, Schlössern, Festungen, Klöstern oder anderen historischen G [...]
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Parador ist in Spanien die gebräuchliche Kurzbezeichnung für Parador Nacional und ist als staatlich betriebenes komfortables und stilvolles 3- bis 5-Sterne-Hotel in oft historischer Bausubstanz aufzufassen. Die Paradores wurden seit 1928 von der spanischen Regierung mit Unterstützung des spanischen Königs Alfons XIII. in umgebauten Burgen, Schlössern, Festungen, Klöstern oder anderen historischen Gebäuden zur Förderung des Fremdenverkehrs [...]
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Wozu diese Fassade übehaupt noch erhalten wird?
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Schmiedeeiseneer Balkon über dem Eingangstor mit vier Kinderfiguren im indianischen Stil. Zwei strecken die Zunge, während die anderen zwei ihre Hände vor ihre Geschlechtsteile halten. Der ganze Palast im spanisch-barocken Stil ist aus dem aus dem 17. Jahrhundert, mit korintischen Säulen am Eingang.
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Blick von der Puerta Felipe V hinauf.
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Das Tor stammt von 1742.
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Die Mauer umschloss die alte maurischen Stadt.
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Das Tor stammt von 1742. Ansicht von der Innenseite der Stadt.
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Der Guadalevín ist der Fluss, der die Schlucht namens Tajo in Ronda geformt hat und noch heute, mager aber doch, durchfliesst. El Guadalevín ist ein Zufluss des Guadiaro, dessen Name aus dem arabischen Wadi-al-Labal kommt und Milchfluss bedeutet.
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Tonnenförmig eingewölbten Baños Árabes vom Anfang 14. Jahrhunderts. Die Öffnungen sind eigentlich sternförmige, die runden Glashauben schützen nun vor Regeneinfall.
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Diese Bögeb bildeten den Eingangsbereich der Badeanlagen aus dem 14. Jahrhunderts.
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Tonnenförmig eingewölbten Baños Árabes vom Anfang 14. Jahrhunderts. Die Öffnungen sind sternförmig und dienten der Belüftung ohne Möglichkeit der Einsicht von aussen. Die Bäder gehören zu den wenigen erhaltenen Relikten der arabischen Badearchitektur in Andalusien.
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Hier wure im 14. Jahrhunderts das Wasser für die Badeanlagen geheizt.
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Der alte arabisch Stadtkern fällt nach allen Seiten steil ab und ist nur von Osten einigermassen ebenerdig erreichbar. Oben, vor den weissen Häusern, kann man das Tor Felipe V erkennen.
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Die sogenannte römische Brücke wurde wohl erst in arabischer Zeit errichtet. Ähnlich wirr ist die Bezeichnung der Arabischen Brücke, welche die araber nur bedingt im 17. Jahrhundert errichten konnten.
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Eim kleiner Park begleitet die Tajo-Schlucht im Norden. Es immer einige Plattformen mit gutem Ausblick in die Schlucht, hier ein Blick nach Osten.
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Der kleine Park begleitet die Tajo-Schlucht im Norden. Es immer einige Plattformen mit gutem Ausblick in die Schlucht, hier ein Blick nach Osten.
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Teilansicht der massigen Brücke über den Guadalevín. 1751 begann man mit dem Bau des 98 m hohen Werks.
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1751 begann man mit dem Bau des 98 m hohen Werks.
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Anschliessen gelangen wir nach Setenil, einem Ort der sich in eine Schucht zwängt. Die Häuser kleben an der Felswand.
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Setenil de las Bodegas ist ein kleines Dorf mit 3015 Einwohnern (2004) zwischen Ronda und Olvera in der Provinz Cádiz in Andalusien, gelegen an der Ruta de los Pueblos Blancos (Straße der weißen Dörfer). Der Name der Ortschaft ist lateinischen Ursprungs und bedeutet Sieben Mal Nichts (lat. septem nihil). Dies rührt aus der Zeit der Reconquista (Rückeroberung) des maurischen Spanien durch die Katholischen Könige. Die Gegend um Setenil war c [...]
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Vor allem im Ortskern findet man eine große Anzahl an Häusern, hineingebaut in die steilen Felswände, die einst durch den Fluss Río Guadalporcún ausgehöhlt wurden. Dabei dienen die überhängenden Felsen oft als Hausdächer, wodurch das Dorf halb unterirdisch angelegt ist. Zu den Sehenswürdigkeiten Setenils zählen eine alte maurische Burgruine, eine gotische Pfarrkirche (15. Jahrhundert) und das Rathaus (16. Jahrhundert). Die Häuser unte [...]
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Das Umland von Setenil ist von Landwirtschaft geprägt, hauptsächlich findet man endlose Oliven-Haine. bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts war auch eine Olivenölfabrik (Santa Lucía – Fábrica de Aceite) am Ortsrand ansässig, die sich an der Landstraße zum Nachbarort Torre Alháquime und am Río Guadalporcún befindet. Diese ist heute zwar noch bewohnt, wird aber nicht mehr bewirtschaftet. Vor allem im Ortskern findet man eine große Anzahl [...]
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Die Häuser unter dem Überhang stehen in der Calle de la Mina. Vor allem im Ortskern findet man eine große Anzahl an Häusern, hineingebaut in die steilen Felswände, die einst durch den Fluss Río Guadalporcún ausgehöhlt wurden. Dabei dienen die überhängenden Felsen oft als Hausdächer, wodurch das Dorf halb unterirdisch angelegt ist. Zu den Sehenswürdigkeiten Setenils zählen eine alte maurische Burgruine, eine gotische Pfarrkirche (15. [...]
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Am Weg Richtung Sevilla liegt noch der Santuario de Nuestra Señora de los Remedios, eine dubiose Wahlfahrstkirche, aber hier hat man eine gute Aussicht auf Olvera, unsere nächsten Etappe.
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Wallfahrskirche vor Olvera im andalusischen Stil aus dem 17. Jahrhundert mit viel Kitsch und Statuen von Priestern.
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Ein grösseres Dorf mit zwei Hügleln. Auf dem Höheren ein Maurisches Kastell, am anderen eine klassizistische Kirche. Beide sind ausschließlich von niedrigen weißen Häuserreihen umgeben, die den Charakter des Dorfes ausmachen. Das Landschaftsbild um Olvera ist von Landwirtschaft geprägt, hauptsächlich durch Oliven-Haine und Kornfelder. Zu Zeiten des Mittelalters war Olvera eine Station auf der Schmugglerstraße von Ronda nach Morón de la [...]
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Olvera ist ein grösseres Dorf mit zwei Hügleln. Auf dem Höheren ein Maurisches Kastell, am anderen eine klassizistische Kirche.
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Ansicht des Maurischen Kastells von Olvera. Eindrucksvoll erdrückend ist die Gegenüberstellung zwischen dem schlichten Kastell und dem protzigen, hier nicht sichtbaren, Kirchenbau hinter dem Photographen.
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Olvera ist ein grösseres Dorf mit zwei Hügleln. Auf dem Höheren, hier links, ein Maurisches Kastell, am anderen eine klassizistische Kirche. Beide sind ausschließlich von niedrigen weißen Häuserreihen umgeben, die den Charakter des Dorfes ausmachen. Das Landschaftsbild um Olvera ist von Landwirtschaft geprägt, hauptsächlich durch Oliven-Haine und Kornfelder. Zu Zeiten des Mittelalters war Olvera eine Station auf der Schmugglerstraße von [...]
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In Dos Hermanas campen wir vor Sevilla. Dort soll es unsicher sein was das Autoabstellen betrifft (wobei uns das nicht aufgefallen wäre), also bleiben wir vor der Stadt an einem Campingplatz mit guter Busverbindung. Das mit dem Bus funktioniert ganz gut (direkt vom Campingplatz zur "Tabakfabrik" im Zentrum Sevillas fahren), weniger toll ist der Campingplatz an sich: er liegt zwischen Autobahn, Bahn und einer Ausfallstrasse. Ohne Ohropax keine Chance.
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Sevilla soll unsicher sein was das Autoabstellen betrifft (wobei uns das nicht aufgefallen wäre), also bleiben wir vor der Stadt an einem Campingplatz mit guter Busverbindung. Das mit dem Bus funktioniert ganz gut (direkt vom Campingplatz zur "Tabakfabrik" im Zentrum Sevillas), weniger toll ist der Campingplatz an sich: er liegt zwischen Autobahn, Bahn und einer Ausfallstrasse. Ohne Ohropax keine Chance. Es soll nicht die letzte ungute [...]
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Bis auf die Tatsache dass nach gezogenem Schüssel die elektrischen Fensterheber nicht mehr gehen ein durchaus gutes Auto, auch im holprigen Hinterland.
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Das Schild ist nur vom Campimgplatzbetreiber angebracht, eine offizielle Ausschilderung von Bushaltestellen gibt es nicht... Beim Zurückfahren muss man es dem Fahrer beim Einsteigen in Sevilla sagen.
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