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Tripiti Schlucht & Omalos - Mai 2005

Durschstieg

Es sollte der Versuch werden vom südlichen Schluchtende über den Gingilossattel auf den Gingilos zu kommen. Wir kamen aber nur bis zur 855-Höhenmeter-Marke. Vorrausgeschickt die Gründe des Scheiterns:

Karten

Es gibt kaum brauchbare Karten aus der Region, die besten sind wahrscheinlich jene der griechischen Armee, aber diese hält die Geländeaufnahmen von ganz Kreta unter Verschluss aus Furcht vor einer neuen türkischen Invasion... Die beste im Handel erhältliche Karte ist jene vom Harms-Verlag. Besser ist die Aufnahme der Nazis aus dem Jahre 1944 (?), sie ist detailreicher, aber ganz offensichtlich ohne Geländebegehung erstellt. Von beiden Karten gibt es hier unten Ausschnitte, nur zur Dokumentation, dass abgelegene Gebiete völlg falsch dargestellt sind. In der Harms-Karte sind die Verzweigungen des letzten Kessels der Tripiti-Schlucht mehr oder weniger gleichartig geformt dargestellt. In Wahrheit ist die eigentliche Tripitischlucht (senkrecht nach Norden, neben dem Schriftzug "Achlada") extrem eng. Der zweite Einschnitt östlich davon passt ungefähr, der dritte ist wieder viel zu eng, das ist eigentlich ein offener Hang. In der deutschen Karte ist die Sache ein wenig besser dargestellt, der extreme Schluchtcharakter der oberen Trititischlucht kommt dennoch nicht zur Geltung.

Wenn jemand Informationen zum Durchstieg hat, so wären wir dankbar für Mitteilungen (Kontakt ganz unten)!

Bilder

20050503-063808_wasseraustritte.jpg Süsswasseraustritte am Sentoni-Strand
Diese Austritte sind zu nahe am Meer und somit stark versalzen.
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20050503-064000d_sentoni_esel.jpg Esel in der Morgensonne
Am Sentonistrand
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20050503-065728_zerklueftete_kueste_tripiti.jpg Zerklüftete Küste
Zwischen Sentoni-Stand und der Tripitischlucht. Bei starkem Windgang (Schirokko) gibt es aus der Schlucht heraus eine wilde Notleiter über einen Felsen. Man müsste dann auf den Riegel herauskommen der die Bucht begrenzt (im Bild oben links).
20050503-065728_zerklueftete_kueste_tripiti.jpg
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20050503-065735_alex_bord_de_mer_accidente.jpg Zerklüftete Küste
Nicht ganz einfach mit schwerem gepack zu durchschreiten...
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20050503-065739_kuestenerosion.jpg Das Meer knabbert am Fels
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20050503-070627_tripiti_shore.jpg Brandung
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20050503-070646_tripiti_zaeune.jpg Ziegenzäune
Die Wandfusshöhlen dienen den Ziegen als Unterstand, an den Engstellen gibt es Zäune um sie einzufangen.
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20050503-071440_felstor.jpg Felstor
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20050503-073037_weg_tripitischlucht_ca100hm.jpg In der Tripitischlucht, auf ca. 100m Sh.
Es gibt keinen Weg, abgesen vom trockenen Flussbett. Jeder Schritt ist eine Herausforderung für die Knöchel. Nur ganz selten gibt es Abschnitte mit sandigerem Boden, der einfacher zu begehen ist.
20050503-073037_weg_tripitischlucht_ca100hm.jpg
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20050503-080548_blick_norden.jpg Vor dem Eintritt in die eigentliche Tripitischlucht.
Es gibt ziemlich viele grosse Bäume, aber unter ihnen zu gehen es ist ungefähr gleich mühsam wie der Schotter im Bachbett denn die Äste hängen sehr tief.
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20050503-080601_gorge_tripiti_ca220hm.jpg Auf ca. 220m Sh.
Nach der ersten Kurve (nach rechts) wird es enger.
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20050503-080741_blick_norden.jpg Blick nach Norden
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20050503-082445_seitental_ca230hm.jpg Auf ca. 230m Sh.
Ein Seitental, kaum als Notausstieg zu gebrauchen
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20050503-082700d_tripitis_cypres.jpg Wurzeln einer Zypresse am Rande des Flusses
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20050503-082707_alex_aufstieg.jpg Mühevoller Aufstieg unter schönen Zypressen
Das Gelände ist nur im unteren Bereich relativ flach. Im weiteren Verlauf steigt es progressiv an.
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20050503-083333_engstelle_ca275hm.jpg Erste echte Engstelle auf ca. 275m Sh.
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20050503-084413_engstelle_ca275hm.jpg Engstelle im unteren Bereich
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20050503-084640_stufe_ca285hm.jpg Stufe auf ca. 285m Sh.
Umgehung orographisch links, aber nicht zu hoch oben. Den unteren Teil kann man auch auf der anderen Seite umgehen, aber dort ist es eher steinschlaggefährdet.
20050503-084640_stufe_ca285hm.jpg
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20050503-084906_alex_umgehung_stufe_ca285hm.jpg Stufe auf ca. 285m Sh.
Alex
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20050503-084913_blick_retour_stufe_ca310hm.jpg Standort ca. 310m Sh.
Blick retour über die letzte Stufe.
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20050503-085411_umgehung_stufe_ca290hm.jpg Umgehung der Stufe
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20050503-085748_umgehung_stufe_ca290hm.jpg Umgehung der Stufe
Ja, das ist direkt am "Weg"...
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20050503-085939_wandhoehle.jpg Wandhöhle
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20050503-095311_ziegen_auf_ca400hm.jpg Auf ca. 400m Sh.
Ziegen in einem weiteren engen Abschnitt. Die Tiere weichen freundlich aus...
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20050503-103701_gingilos_ca410hm.jpg Blick auf den Gingilos
Auf ca. 410m Sh. Der Berg schaut nicht so wild aus von diesem Standpunkt. Das Problem wird die Stufe vom Tal auf ebendieses Plateau sein.
20050503-103701_gingilos_ca410hm.jpg
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20050503-103712_gingilos_ca420hm.jpg Gingilos aus der Tripiti-Schlucht
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20050503-105531_stufe_ca550hm.jpg Ca. 20m hohe Stufe auf ca. 550m Sh.
Wenn man hier ansteht, muss man kurz zurück und ein Steinmanderl (Bild unten) orographisch rechts suchen. Nicht den Ziegen folgen, die gehen ziemlich tollkühn auf der anderen Seite.
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20050503-105607_steinmanderl_orogr_rechts_ca550hm.jpg Steinmann
Steinmanderl deutet auf die Umgehung hin. Weiteres Merkmal, es handelt sich um eine eher steinschlag gefährdete Rinne...
20050503-105607_steinmanderl_orogr_rechts_ca550hm.jpg
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20050503-105920_angelegter_weg_ca560hm.jpg Auf ca. 580m Sh., in einem Seitental
Nach ca. 20 Höhenmeter in der Rinne sollte man nach rechts schauen, dort sieht man plötzlich wieder einen angelegten Weg. Dieser mündet auf einer Art Talschulter die fast völlig eben und vergleichsweise steinlos ist. Sie eignet sich daher optimal zum Zelten. Wir haben am Rückweg hier übernachtet, das Zelt stand unterhalb eines grossen vorgelagerten Blocks der optimal vor Steinschlag schützt.
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20050503-115635_tal_steiler_ca650hm.jpg Auf ca. 650m Sh.
Hier wird das Tal steiler aber auch breiter, das geht dann so weiter bis es sich letztendlich wirklich "aufstellt". Am Bild nicht zu sehen, aber auf den Hängen rechter Hand erkennt man alte Terrassen. Das sind keine Wege, die führen nirgendwo hin...
20050503-115635_tal_steiler_ca650hm.jpg
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20050503-123253_verzweigung_ca780hm.jpg Verzweigung in der Schlucht auf ca. 780m Sh.
Nach links geht es in die eigentliche Tripiti-Schlucht hinein, die ist aber unpassierbar, siehe Bild unten. Jedenfalls steht dort noch ein Steinmann, danach fehlen weitere Hinweise. Von diffusen Beschreibungen wissen wir nur, dass rechts der Schlucht über die Nase im Bild gegangen werden muss. Von rechts kommt massenweise Schotter aus dem gesamten Talkessel herunter; ein Durchstieg darüber zum Kamm der sich vom Volakias nach Süd-Osten zieht wäre theoretisch wenn auch mühsam machbar, jedenfalls sah es optisch so aus. In der rechten Bildmitte erkennt man eine dichtere, satter grüne Baumgruppe. Darunter beginnt eine teilweise verfestigte Schutthalde durch die wie zur Hälfte hinauf gegangen sind um dann wieder umzukehren (siehe zwei Bilder weiter unten). Nachtrag: der Weg geht fix über die Nase Wie und wo konnten wir 2005 nicht ausfindig machen.
20050503-124300d_upper_tripiti_narrow.jpg Später unpassierbare Engstelle
Die eigentliche Tripiti-Schlucht wird wieder dramatisch eng. Der Schluchtboden ist interessanterweise stellenweise erdig.
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20050503-124331_upper_tripiti_gorge_impassible_800m.jpg Verklausung
Das was an der Schluchtwand wie feuchtes Moos aussieht, ist tatsächlich eines, aber Wasser im eigentlichen Sinne gab's auch dort nicht zu fassen.
20050503-124331_upper_tripiti_gorge_impassible_800m.jpg
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20050503-124340d_upper_tripiti_gorge_andre.jpg Versuch der Durchsteigung der Verklausung
Ziemlich schnell Verstopfung durch grobes Blockwerk, es ist anzunehmen, dass dahinter mehrere dieser Hürden folgen. Aber der Weg kann unmöglich hier durchgegen, jedenfalls nicht aufwärts.
20050503-124340d_upper_tripiti_gorge_andre.jpg
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20050503-135140_schotterriegel_rechts_schlucht_ca840hm.jpg Geröllfeld links der Nase und rechts des breiten Tals
Sehr steil und eine Stufe höher als das grosse Schotterfeld des Talkessels (Wechsel hinüber weiter oben zweifelhaft). Wir vermuten, dass man über dieses Schuttfeld gehen muss um einen Einstieg in ein durchgehendes Felsband zu finden. Das ungute an diesem Schuttfeld ist seine nur scheinbare Stabilität, es schaut so aus, als würde es seit Jahrzehnten so daliegen, aber es ist auch mit Erde und morschem Totholz durchsetzt, so gehen beim normalen Aufstieg schnell grosse Mengen Steine ab. Wir haben uns hier bis auf ca. 855m Sh., das ist etwas höher als im Bild, durchgekämpft um dann umzudrehen. Im rechten Teil des durchwachsenen Schutfelds zog sich eine frische Abrissrinne durch die ganze Länge nach unten, dieser Anblick, gepaart mit der angeknaxten Kondition und den schweren Rucksäcken machte die Entscheidung zur Umkehr fällig.
20050503-140000o_tripiti_harms_verlag.jpg Auschnitt aus der Karte Harms-ic-Verlag 1:100.000, 1997
Durch Klick Darstellung eines Auschnitts der die Tripiti-Schlucht umfasst.
20050503-140000o_tripiti_harms_verlag.jpg
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20050503-140001o_deutsche_karte_1_250000.jpg Auschnitt aus der deutschen Kriegskarte, ca. 1:25.000, 1944 (?)
Durch Klick Darstellung eines Auschnitts der die untere Tripiti-Schlucht und die Samaria-Schlucht umfasst.
20050503-140001o_deutsche_karte_1_250000.jpg
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20050503-165900d_andre_zelt_ca565hm.jpg Unser Zeltplatz, auf ca 565m Sh.
Im Abstieg wählen wir einen der wenigen gemütlichen Zeltmöglichkeiten.
20050503-165900d_andre_zelt_ca565hm.jpg
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20050504-062804_umgehung_orogr_links_ca480hm.jpg Eine Umgehung orographisch links auf ca. 480m Sh.
Nach dem angelegten Pfad (links oben im Bild sichtbar) sollte man beim Abstieg nicht hangquerend weitergehen sondern runter zur Schlucht. Oben weiter geht auch, ist aber sehr mühsam (grobes Geröll).
20050504-062804_umgehung_orogr_links_ca480hm.jpg
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20050504-070420_alex_umgehung_orogr_links_ca470hm.jpg In der Umgehung auf ca. 470m Sh.
Das eigentliche Bachbett liegt rechts und ist viel tiefer eingeschnitten.
20050504-070420_alex_umgehung_orogr_links_ca470hm.jpg
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20050504-070627_alex_umgehung_orogr_links_ca315hm.jpg Weitere Umgehung auf ca. 315m Sh.
Alex
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20050504-070739_umgehung_orogr_links_ca315hm.jpg Weitere Umgehung auf ca. 315m Sh.
Von unten, aus dem Bachbett gesehen. Es zieht im Aufstieg hier rechts rauf ins Blockwerk.
20050504-070739_umgehung_orogr_links_ca315hm.jpg
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20050504-081135_ziegen.jpg Ziegen
Im unteren Bereich der Schlucht
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20050504-081442_ausgang_tripiti_schlucht.jpg Wieder beim Schluchtausgang, am Meer
Rechts steht das Haus eines Exil-Griechen, der sich hier seinen Traum verwirklicht hat. bei der Menge der Ziegen hier ist der Traum aber ein zweifelhafter. Links ein massiver Felsen, der sich bis zum Meer zieht und bei Sirocco die Passage unmöglich macht. Hier, nicht sichtbar im Schatten, geht die Notausstiegsleiter schnurstracks hoch!
20050504-081442_ausgang_tripiti_schlucht.jpg
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20050504-094129_tripiti_schlucht_vom_meer.jpg Tripitischlucht vom Meer
Die selbe Ansicht nur diesmal vom Meer aus. Wir haben uns mit dem Taxi-Boot vom Sentini-Strand abholen lassen.
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20050504-121742_omalos_polje_see.jpg See im Polje von Omalos
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20050504-193840_unterpotzdosen_omalos.jpg Kuriose Unterputzdosen im Hotel Neos Omalos
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All photos © André M. Winter & Alexandra Medwedeff. This copyright notice applies. Infringements always will be persecuted worldwide.

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