| Beschreibung: | Eine Quadriga (deutsch: Viergespann) ist nach antikem Vorbild ein zweirädriger Streitwagen, der von vier nebeneinander gehenden Zugtieren, meist Pferden, gezogen wird. Die Quadriga wurde vor allem im alten Rom bei Wagenrennen und in Triumphzügen eingesetzt und häufig in Bildern und Statuen abgebildet. Die Wagen haben gewöhnlich zwei Deichseln, zwischen die die Pferde gespannt werden, und einen langen Querbaum oder ein Joch, das sich über den Rücken der vier Tiere erstreckt. Doch gibt man diese Form auch auf und schirrt nur die beiden mittleren Pferde an die Deichsel und hält diese durch ein Joch (= biga) zusammen, während die beiden Seitenpferde nur mit den Zugsträngen (= funalis) angespannt werden. Als Fahrerin ist in der Kunst oft eine Siegesgöttin (Viktoria) dargestellt. Man findet aber auch Apollon als Fahrer in der antiken Kunst vor. Der Wagenlenker von Delphi kann hierbei genannt werden, obwohl nur die Zügelenden an einer Hand darauf hinweisen, dass die verschollenen Teile ein solches Viergespann gewesen sind. Die einzige erhaltene Quadriga des Altertums befindet sich am Markusdom in Venedig. Allgemein bekannt ist die Statuengruppe der Quadriga auf dem von Carl Gotthard Langhans im frühklassizistischen Stil errichteten Brandenburger Tor zu Berlin von Johann Gottfried Schadow, auch die Semperoper in Dresden ziert eine von Johannes Schilling geschaffene Quadriga, die allerdings von Panthern gezogen wird. Ernst Rietschels Braunschweiger Quadriga mit Brunonia auf dem Braunschweiger Schloss, ausgeführt von Georg Howaldt, wurde erstmals 1865 durch einen Brand und dann nach dem Zweiten Weltkrieg abermals zerstört. Seit dem Frühjahr 2007 steht nun die 3. Version auf dem Braunschweiger Schloss. Sie ist, wie ihre zwei Vorgängerinnen, wieder die größte Quadriga Deutschlands. Weitere bekannte Quadriga-Standbilder sind auf dem Wellington Arch in London, dem Arc de Triomphe du Carrousel in Paris sowie auf dem Münchener Siegestor (Bavaria lenkt ein Löwengespann). |