| Beschreibung: | Die 2711 Stelen erinnern an Grabsteine. Es bestehen Ähnlichkeiten zwischen dem Mahnmal und den Sarkophag-Gräbern jüdischer Friedhöfe (insbesondere dem Alten jüdischen Friedhof in Prag oder dem Ölberg in Jerusalem). Die graue Farbe der Stelen soll an die Asche der verbrannten Juden erinnern, die meistens in Gewässer oder auf Felder gestreut wurde. Mit der kaum merklichen Neigung der Pfeiler und dem scheinbar schwankenden Boden wird ein "Gefühl der Verunsicherung" zu erzeugt. Eisenman, der Architekt, bezeichnete das Mahnmal auch als einen "Place of no meaning", einen Ort ohne bestimmte Bedeutung. Das Denkmal für die ermordeten Juden Europas, kurz Holocaust-Mahnmal genannt, soll als Mahnmal für die unter der Herrschaft der Nationalsozialisten im Holocaust ermordeten Juden dienen. Zwischen 2003 und Frühjahr 2005 wurde das Bauwerk im Zentrum Berlins auf einer etwa 19.000 m² großen Fläche in der Nähe des Brandenburger Tores errichtet. Der Entwurf stammt von Peter Eisenman. Das Mahnmal wurde am 10. Mai 2005 feierlich eingeweiht und ist seit dem 12. Mai 2005 der Öffentlichkeit zugänglich. Im ersten Jahr kamen über 3,5 Millionen Besucher. |