| Beschreibung: | Das Stellahaus ist ein Kontorhaus am Rödingsmarkt 52 in Hamburger Stadtteil Altstadt. Erbaut wurde es 1922 von den Architekten Zauleck & Hormann. Die ursprünglichen fünf Geschosse wurden im Jahr 1922 um weitere fünf Geschosse aufgestockt. Da die alten Etagen die weitere Belastung nicht getragen hätten, erhielt die Aufstockung eine eigene Grundsteinlegung. Von dem Haus aus hat man einen direkten Blick auf den Hafen (Logenlage). Das besondere am Stellahaus ist die Fassade: Sie wurde nicht in dunklem Ziegel verkleidet, sondern in hellem Putz - heute hellblau. Die Rücksprünge der hinzugefügten Etagen lassen das Gebäude grazil erscheinen. Das auffällige Stellahaus gilt als das schönste und eleganteste Kontorhaus des Expressionismus. Kontorhäuser sind Bürohäuser, die Anfang des letzten Jahrhunderts in der boomenden Hafen- und Dienstleistungsmetropole Hamburg entstanden. Der Begriff "Kontor" kommt aus dem Französischen für contoire = zählen. Die Kontorhäuser zeichnen sich alle durch bestimmte Merkmale aus: Lange Gänge mit den Büros, die den Bedürfnissen der Mieter angepasst werden konnten, einem Lichthof und ausgestattet mit einem oder mehreren Paternostern (einige dieser Fahrstühle sind noch im Betrieb) sowie kunstvolle Fassaden meist in Backsteinbebauung. Angestellter in so einem Kontor zu sein, war in den zwanziger und dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts ein begehrter Beruf. |