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Figurenkapitell in der Krypta des Konstanzer Münsters
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Kreuzgewölbe der Mauritiuskapelle im Konstanzer Münster
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Bildbeschreibung
Titel: Heiliges Grab in der Mauritiusrotunde des Konstanzer Münsters
Aufnahmestandort:

Konstanz, Baden-Württemberg, Deutschland.

Beschreibung:

Die Mauritiusrotunde oder auch Kapelle des Heiligen Grabes ist eine eingeschossige Rundkapelle östlich des Münsters. Bischof Konrad ließ die Rotunde im Jahr 940 nach seiner zweiten Pilgerfahrt nach Jerusalem errichten, ursprünglich als freistehendes Gebäude östlich des Münsterchors. In ihrer Form imitiert sie in kleinerem Maßstab den vor 1009 bestehenden Zentralbau der Jerusalemer Grabeskirche. Die Kapelle ist dem Heiligen Mauritius geweiht, der im frühen Mittelalter als Schutzpatron der ottonischen Könige verehrt wurde. Das Bauwerk gilt daher als politische Treuebekundung des Bischofs gegenüber den herrschenden Liudolfingern. Mauritiusreliquien kamen über den Augsburger Bischof Ulrich I. (923-973) vom Kloster Reichenau nach Konstanz.

Die Kleinarchitektur des Heiligen Grabes (um 1260) ist mit Steinmetzarbeiten im Stil der französischen Gotik geschmückt. Es weist bemerkenswerte Skulpturen auf, die ursprünglich farbig bemalt waren. Zwischen den Zinnen der Dachbrüstung, die in Form von Wimpergen gestaltet und mit Dreipässen durchbrochen sind, stehen Figuren der zwölf Apostel. Rings um das Heilige Grab sind auf Augenhöhe zwölf figürliche Szenen aus der Weihnachtsgeschichte dargestellt. Im Inneren des Heiligen Grabes finden sich drei Szenen aus der Grablegung Christi. Im Grab steht seit 1552 ein Holzschrein, der vermutlich einen in der Reformationszeit zerstörten Silberschrein ersetzte.

Nicht nur die Architektur, sondern auch die Liturgie der Kapelle folgte der Jerusalemer Grabeskirche: Über Jahrhunderte war die Mauritiusrotunde Ziel von Pilgerreisen. Die zahlreichen Pilger – vor allem Gläubige aus der Umgebung, die sich die weite Reise ins Heilige Land nicht leisten konnten – umrundeten das Heilige Grab im Inneren drei Mal. Noch heute ist die Kapelle eine Station auf dem Schwabenweg, einer Teilstrecke des Jakobswegs. Im Mittelalter wurde sie zudem in der Karwoche für die Aufführung von Osterspielen genutzt.

Schlüsselwörter: Gewölbe
Bilddaten
Image sizes: 2304*3456px, 3327kb
Origin: Originally a digital image, with postprocessing
Date/Time: 20121104-135433
Camera: Canon EOS 350D DIGITAL
Iso: 400
Speed: 1/15s
Aperture: F4.0
Focal length: 17.0mm
Aperture: 27mm
Author: André M. Winter
Photo copyright: This photograph is copyrighted (©) by André M. Winter and others. A free permissions for re-use may be given for non-commercial purposes. Commercial use requires a license. Contact André M. Winter for any kind of use. This extended copyright notice applies in all cases. Infringements always will be persecuted worldwide. Legal court: Innsbruck, Austria, E.U.
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