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Das Snowboard als Tourengerät
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Viele Snowboarder suchen das Abenteuer abseits der Piste, denn dort entfaltet dieses Sportgerät erst so richtig seine wahren Vorteile gegenüber den Skiern. Die Fliehkraft in unverspurten Tiefschneehängen zu spüren und dabei meterweite Schneefahnen zu hinterlassen sind für jeden Boarder unvergessliche Momente. Doch auch bei schwierigen Bedingungen, wie tiefem Firn oder schwerem Tiefschnee schmiert man mit dem Brett mühelos hinweg. Das war für mich das Argument, von Skiern auf das Brett, auch im Tourenbereich, umzusteigen.
Tja und hier scheiden sich schon die Geister gravierend: Soft- oder Hardbindung, Schneeschuh oder Kurzski, oder vielleicht doch ein teilbares Board?
Ich will hier keine Empfehlung für irgend ein System machen, und die anderen verteufeln, ich möchte nur meine Erfahrungen in diesem Bereich weitergeben und das Modell vorstellen das sich für meine Anforderungen am besten eignet.
Kombination Hardboots - Kurzski
Der Hauptgrund weshalb ich Hardboots verwende ist die Tatsache daß nur jene mit den gängigen Skitourenbindungen kompatibel sind und ich dadurch Kurzski als Aufstiegshilfe verwenden kann. Der Vorteil des Skis liegt darin daß damit auch steile Querungen oder generell schwierige Bedingungen (z.B.: Vereisung, Harschdeckel) gemeistert werden können. Nachdem ich des öfteren auch mit schwierigen Bedingungen zu kämpfen habe und ab und zu auch meine Steigeisen gebrauchen kann fallen auch hier Softboots aus.
Wichtig bei allen Aufstiegshilfen ist, daß sie leicht sind und bei der Abfahrt nicht stören.
Mein System:
- Hardboots: Scarpa Matrix. Sicher nicht der billigste Schuh am Markt, aber er hat eine "Soft" Einstellung die nach hinten fixiert und nach vorne (im Gegensatz zur "Ski" Einstellung) offen lässt. Ideal für den Tiefschnee, bei härteren Bedingungen stelle ich auf "Ski" um. Aber auch andere Schuhe eignen sich für's Board, hatte vorher den Dynafit TLT 3R.
- Bindung: Nach wie vor die leichteste Bindung die es am Markt gibt: Dynafit Tourlite, natürlich nur in Kombination mit einem kompatiblen Schuh verwendbar.
- Kurzski: Für meine Körpermaße (176cm, 65kg) ist ein 110cm langer (leichter) Kinderski optimal.
- Felle: einfach alte Felle abschneiden und mittels Gummispanner und Endhaken (in jedem Bergsportgeschäft erhältlich) zu Spannklebefellen umwandeln.
Das Board montiere ich mit 3 kleinen Karabinern an der Bindung und an den Schlaufen auf meinem Rucksack. Für die Abfahrt kann man entweder die Ski in den Rucksack stecken, oder man bastelt sich eine Halterung für den Rucksack. Ich montiere meine Ski flach auf der Rucksackrückwand, so daß ich bei einem eventuellen Sturz (was ja praktisch nie vorkommt) nicht die Kanten auf den Hinterkopf bekomme. Dazu hab ich mir Laschen gebaut in die ich die Ski hineinstecken kann, fixiert werden sie dann mit zwei Gummiseilen oder mit Gurten am Rucksack. Der Umbau von Aufstieg zum Abstieg und umgekehrt dauert ca. 3-5 min, also auch nicht länger als wenn man die Felle rauf oder runter gibt.
Schneeschuhe
Schneeschuhe hätten an und für sich den Vorteil, daß sie auch mit Softboots kompatibel sind, was aber auch nicht bei allen Modellen der Fall ist. Der gravierende Nachteil ist aber, daß sie für einen Einsatz unter etwas schwereren Bedingungen ungeeignet sind. Sie können nur bei Touren angewandt werden, bei denen die Schneelage und der Tourenverlauf dies zuläßt. Es muß allerdings jeder selbst einmal ausprobieren wo die Grenzen dieser Geräte liegen, für meinen Geschmack sind diese recht schnell erreicht.
Einige meiner Tourengebiete
- Oberösterreich: Dachstein, Totes Gebirge, Sengsengebirge, Salzkammergut, Alpenvorland, das sind die Regionen die einem von der hochalpinen Tour bis zum Hügel hinterm Haus, alles bieten. Je nach Schneelage kann man sich hier sein ideales Tourengebiet aussuchen.
- Silvretta: Im Rahmen meines Studiums war ich die letzten 3 Jahre immer mit auf Exkursion in dieser umwerfenden Tourenregion. Hier kann man absolut tolle und hochalpine Touren ohne Ende unternehmen. Aufgrund der Höhe wird man hier selten mit Schneemangel zu kämpfen haben, eher im Gegenteil (Lawinenkatastrophe 1999). Vor ein paar Jahren hätte ich mir nicht trämen lassen dass ich einmal nur eine Autostunde entfernt wohnen werde.
- Wiener Hausberge: Nachdem mich mein Studium in die Bundeshauptstadt verschlagen hat mußte ich auch diese Gegend auf Tourentauglichkeit untersuchen, und siehe da, auch bei den Mundls kann man ganz ansprechende Touren unternehmen. Berühmt berüchtigt sind da natürlich die Steileinfahrten am Schneeberg, aber auch auf der Rax und der Schneealpe kann man die weiße Pracht genießen.
- Dreiländereck Vorarlberg, Liechtenstein, Ostschweiz: Seit unserem Umzug in den Westen hat sich meine Anzahl an Touren pro Saison wahrscheinlich verdreifacht. Kein Wunder, im Dreiländereck gibt es unglaublich viele Möglichkeiten sich auszutoben, und das alles in einer Reichweite von 30min Autofahrt. Will man über 3000m hinaus, dann ist die Silvretta und das Engadin auch nicht weit,...
Fotogalerie
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Am Silvestertag 1998 mit Andi am Dachsteingipfel
| Aufstieg zum Braunedelkogel (Postalm im Salzkammergut)
| Am Gipfel des Hennekopfes (Silvretta)
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Abfahrt ins Loigistal (Totes Gebirge)
| Auf der Planneralm (Mitterennstal)
| Direkte Rote Schütt Flanke 45° (Schneeberg)
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weitere Fotoserien
2002
- Triesenhorn bei Flims/Laax, Bündnerland, Schweiz, Jänner 2002
- Triesenhorn bei Flims/Laax, Bündnerland, Schweiz, Jänner 2002 (Fotos von Andi, Digicam)
- Schattenspitze und Schneeglocke, Silvretta, Vorarlberg, Februar 2002
- Hurst, Churfirsten, Ostschweiz, März 2002
- Gamsfeld bei Gosau, Ostern 2002
- Toedi (3614m), Glarner Alpen, Ostschweiz, April 2002
- Sattel zwischen Schibenstoll und Hinterugg (2045m), Churfirsten, Ostschweiz, April 2002
2003
- Piz Surgonda (3196m), Julierpass, Engadin, Schweiz am 3.1.2003 mit Eva, Michi und Andi
- Büelenhorn, Davos, Bündner Land, Schweiz am 6.1.2003 mit Julia und Christian
- Egghorn, St. Antönien, Rätikon, Schweiz, Jänner 2003 mit Ariane und Lilli
- Chapf, Grabs, Ostschweiz, Jänner 2003 mit Klemens
- Hurst, Ostschweiz, Februar 2003 mit Lilli und Conzl
- Alpspitz, Triesen, Liechtenstein, Februar 2003, solo
- Brisi, Churfirsten, Ostschweiz, Februar 2003 mit Lilli und Joschi
- Rodeln in Tirol, Februar 2003 mit Kartos, Sabine, Fabrice und Patrick
- Silvretta, HGEX, März 2003, mit Kartos and friends
- Silvretta, Totenfeldscharte, Hennekopf, März 2003, mit Lilli und Conzl
- Wildhauser Schafberg, März 2003
- Winterwanderung auf den Alpspitz, Liechtenstein, Dezember 2003
- Gamsfeld bei Gosau, Dezember 2003
2004
2005
- Brazer Jöchle bei Zürs, Vorarlberg, 8. Jänner 2005
- Hurst, Churfirsten, 23. Jänner 2005
- Villgratental, Osttirol, Februar 2005
- Tschuggen bei Sargans, Ostschweiz, 26.2.2005
- (Halbe) Schneeglocke, Silvretta, 3.3.2005
- Chapf, Churfirsten, 13.3.2005