Das Snowboard als Tourengerät

Viele Snowboarder suchen das Abenteuer abseits der Piste, denn dort entfaltet dieses Sportgerät erst so richtig seine wahren Vorteile gegenüber den Skiern. Die Fliehkraft in unverspurten Tiefschneehängen zu spüren und dabei meterweite Schneefahnen zu hinterlassen sind für jeden Boarder unvergessliche Momente. Doch auch bei schwierigen Bedingungen, wie tiefem Firn oder schwerem Tiefschnee schmiert man mit dem Brett mühelos hinweg. Das war für mich das Argument, von Skiern auf das Brett, auch im Tourenbereich, umzusteigen.

Die Materialfrage

Tja und hier scheiden sich schon die Geister gravierend: Soft- oder Hardbindung, Schneeschuh oder Kurzski, oder vielleicht doch ein teilbares Board?
Ich will hier keine Empfehlung für irgend ein System machen, und die anderen verteufeln, ich möchte nur meine Erfahrungen in diesem Bereich weitergeben und das Modell vorstellen das sich für meine Anforderungen am besten eignet.

Kombination Hardboots - Kurzski

Der Hauptgrund weshalb ich Hardboots verwende ist die Tatsache daß nur jene mit den gängigen Skitourenbindungen kompatibel sind und ich dadurch Kurzski als Aufstiegshilfe verwenden kann. Der Vorteil des Skis liegt darin daß damit auch steile Querungen oder generell schwierige Bedingungen (z.B.: Vereisung, Harschdeckel) gemeistert werden können. Nachdem ich des öfteren auch mit schwierigen Bedingungen zu kämpfen habe und ab und zu auch meine Steigeisen gebrauchen kann fallen auch hier Softboots aus.
Wichtig bei allen Aufstiegshilfen ist, daß sie leicht sind und bei der Abfahrt nicht stören.

Mein System:

Kurzski für Snowboard Aufstieg Monatge der Kurzski am RucksackDas Board montiere ich mit 3 kleinen Karabinern an der Bindung und an den Schlaufen auf meinem Rucksack. Für die Abfahrt kann man entweder die Ski in den Rucksack stecken, oder man bastelt sich eine Halterung für den Rucksack. Ich montiere meine Ski flach auf der Rucksackrückwand, so daß ich bei einem eventuellen Sturz (was ja praktisch nie vorkommt) nicht die Kanten auf den Hinterkopf bekomme. Dazu hab ich mir Laschen gebaut in die ich die Ski hineinstecken kann, fixiert werden sie dann mit zwei Gummiseilen oder mit Gurten am Rucksack. Der Umbau von Aufstieg zum Abstieg und umgekehrt dauert ca. 3-5 min, also auch nicht länger als wenn man die Felle rauf oder runter gibt.

Schneeschuhe

Schneeschuhe hätten an und für sich den Vorteil, daß sie auch mit Softboots kompatibel sind, was aber auch nicht bei allen Modellen der Fall ist. Der gravierende Nachteil ist aber, daß sie für einen Einsatz unter etwas schwereren Bedingungen ungeeignet sind. Sie können nur bei Touren angewandt werden, bei denen die Schneelage und der Tourenverlauf dies zuläßt. Es muß allerdings jeder selbst einmal ausprobieren wo die Grenzen dieser Geräte liegen, für meinen Geschmack sind diese recht schnell erreicht.

Tourengebiete

Einige meiner Tourengebiete


Fotogalerie

Dachstein Braunedelkogel Hennekopf

Am Silvestertag 1998 mit Andi am Dachsteingipfel

Aufstieg zum Braunedelkogel (Postalm im Salzkammergut)

Am Gipfel des Hennekopfes (Silvretta)

Loigistal Planneralm Rote Schütt Flanke

Abfahrt ins Loigistal (Totes Gebirge)

Auf der Planneralm (Mitterennstal)

Direkte Rote Schütt Flanke 45° (Schneeberg)

weitere Fotoserien

2002

2003

2004

2005