| Beschreibung: | Bezeichnen für die Strasse sind die festen Arkadengänge und die vorgezogenen Dächer. Das erste Pflaster der Gasse bestand aus Lehm und Stein. Es verwandelte sich bei schlechtem Wetter in einen regelrechten Sumpf. Entlang der Lauben, mussten deshalb Bretterwege zur Benützung des aufgeweichten Gassenbodens gelegt werden. Im späten 15. Jahrhundert hiess die Gasse Neuenstadt, dieser Ausdruck hielt sich teilweise bis gegen 1830. Die erste eigentliche Pflästerung der Marktgasse geht auf das Jahr 1399 zurück. Zu diesem Zweck wurden runde Steine aus der Aare geholt. Gleichzeitig wurde der Stadtbach in Röhren gefasst. Im unteren Teil der Märitgasse auf der Höhe der alten Krone, standen bis in die Hälfte des 15. Jahrhunderts über dem Bach die niedere Brot und Fleischschal und zuunterst das Gerbhaus. Schon im 18. Jahrhundert nannte man die Gasse Wybermärit, der den Markt bezeichnete wo die Frauen ihre Waren (hauptsächlich Obst, Eier und Gemüse) feilhielten. Der Name Wybermärit kam erst im 20. Jahrhundert ganz ausser Gebrauch, aus ihm entstand 1798 die heutige offizielle Bezeichnung Marktgasse (französisch Rue du Marché). Es war geplant die Gasse 1937 zu asphaltieren, dies wurde jedoch zu Gunsten einer Neupflästerung aufgeben. Diese erfolgte in den Jahren 1938/39. In der Marktgasse stehen der Anna-Seiler-Brunnen und der Schützenbrunnen. |