| Beschreibung: | Markante Spitze die oft im Schatten des massiveren Schrankogels steht. Der Schrandele steht in den Alpeiner Bergen, einer Untergruppe der Stubaier Alpen. Der Berg hat die Form einer steilen Pyramide, die aus der Umgebung deutlich hervorragt. Der Schrandele sendet nach allen vier Himmelsrichtungen rechtwinklig ausgeprägte Grate aus, die aus der Vogelperspektive eine Kreuzform ergeben. Da der Berg hohe Anforderungen an die Besteigung stellt, gehört er zu den weniger besuchten Gipfeln, im Gegensatz zum leichter erreichbaren, aber höheren Schrankogel. Der heutige Normalweg bezwingt den Schrandele von Süden her über den Schwarzenbergferner als Eistour, die nur mit entsprechender Ausrüstung und Erfahrung gegangen werden sollte. Als Stützpunkt für diesen Weg dient die Amberger Hütte auf 2135 Metern Höhe im hinteren Sulztal. Von der Hütte aus führt die Route zunächst südlich entlang des Baches (in der Sulza) südlich um den Schrankogel herum auf den spaltenreichen Gletscher in etwa 3000 Metern Höhe bis in seine Nordostecke. Dann geht es weiter über die Wildgratscharte und den Südgrat in mäßig schwerer Kletterei im, laut Literatur, UIAA Schwierigkeitsgrad II über Schrofen und brüchiges Gestein zum Gipfel in einer Gehzeit von 5 Stunden. Heute selten begangen ist der schwierigere Weg der Erstbesteiger. Er führt über den Verborgen-Berg-Ferner zum Schrandele-Südgrat in schwerer Kletterei (UIAA Schwierigkeitsgrad III). Die Gehzeit von der Franz-Senn-Hütte (2147 m) im Oberbergtal beträgt hier etwa 5 Stunden. Eine weitere selten begangene Route führt über den brüchigen Ostgrat. |