| Beschreibung: | Nach 5 km schnurgerades Wellblech zur Halbinsel Stokksnes galt es diese auch zurück zu fahren. Ich gebe Gas, um über 60 km/h zu erreichen, Geschwindigkeit wo man über den kleinen Kuppen des Wellblechs schwebt. Aber so weit kommt es nicht, rotes Licht am Armaturenbrett, zu wenig Kühlflüssigkeit. Im Motorraum alles nass. Wir finden nicht mal ansatzweise wo es herkommen könnte. Die Weiterfahrt nach Höfn (12km) klappt weil es draussen schön kalt ist. Die zweite Werkstatt nimmt sich um 17h30 unser an und dort auch mal Stirnrunzeln bis wir merken, dass kein Schlauch undicht oder abgefallen ist sondern der Entlüftungsstöpsel über dem Thermostat samt Gewinde abgeschlagen ist! Schuld: die leidige Motorabdeckung am Citroën Berlingo HDi2.0, die uns schon den Ölverschluss gekostet hatte. Das Ding wird nimmer montiert und noch in Island definitiv entsorgt. Kaputt ist also ein Plastikgussteil den man nicht flicken kann. Es ist mittlerweile kurz vor 18h. Der Werkstattmeister greift zum Telephon und plaudert gute 30 Minuten mit Reykjavík. Das dauert so lange weil in Island alle verwandt sind und auch Familiäres besprochen wird (meinte ich jedenfalls herauszuhören). Aber das Unglaubliche geschieht: es gibt im Zentrallager solch einen Teil, einen einzigen in ganz Island. Und er soll am nächsten Tag um 8 Uhr mit dem Linienflugzeug kommen. Wir fahren mit kaputter Kühlung aber recht guten Gefühl zum Campingplatz in Höfn und am nächsten Morgen sehen wir tatsächlich ein Flugzeug laden. Der Werkstattmeister holt den Teil in der früh am kleinen Flughafen ab und er ist in 5 Minuten eingebaut! Es kann weiter gehen. Es sollte die einzige Panne bleiben, verursacht durch eine Citroën-Fehlkonstruktion... |